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Lokales Gewitter zieht über Leipzig – Straßen teilweise unter Wasser
Leipzig Lokales Gewitter zieht über Leipzig – Straßen teilweise unter Wasser
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23:43 13.06.2016
Straße wird zum See: Der Starkregen setzte den Bereich rund um die Wiedebachstraße in Leipzig-Connewitz unter Wasser.  Quelle: Kai Seer
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Leipzig

 Ergiebiger Regen hat am Montagabend in Leipzig kurzzeitig den Straßenbahnverkehr behindert. In Connewitz saßen Fahrgäste einer Bahn fest, weil der Bereich um die Wiedebachstraße überflutet war. An der Messstation des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Holzhausen kamen zwischen 18.10 und 18.40 Uhr rund elf Liter pro Quadratmeter vom Himmel. „Hier und da können es auch 15 Liter gewesen sein, was schon zu kleineren Überschwemmungen führen kann“, sagte Meteorologe Florian Engelmann auf Anfrage von LVZ.de.

Die Kanalisation konnte den Regen in Connewitz nicht so schnell aufnehmen, wie er vom Himmel fiel. Quelle: Kai Seer

Wie auf dem Regenradar zu sehen war, bildete sich die Gewitterzelle südwestlich von Leipzig und zog dann über das Stadtgebiet. Es kam laut DWD auch zu kleinkörnigem Hagel. Betroffen waren besonders der Süden und Osten der Messestadt. Das Gewitter zog anschließend über Stötteritz und Holzhausen nach Nordosten ab.

Der DWD hatte für die Zeit zwischen 17.23 und 19 Uhr eine Unwetterwarnung für das Stadtgebiet ausgesprochen. Bereits am Nachmittag war eine Gewitterlinie über die Region gezogen, die sich von der Altmark über die Dübener Heide nach Dresden erstreckte, die Messestadt aber weitgehend verschonte. Wetterexperte Jörg Kachelmann warnte um 17.57 Uhr via Twitter dann vor einer "kräftigen Neubildung über Leipzig".

Heftige Regenfälle in Nordsachsen

Deutlich stärker vom Unwetter betroffen war der Kreis Nordsachsen. Hier schüttete es nach 18 Uhr wie aus Kübeln. Innerhalb einer Dreiviertelstunde kamen 33 Liter pro Quadratmeter vom Himmel, so der Messwert an der DWD-Station in Schönwölkau bei Delitzsch. „Das ist schon eine ganze Menge“, schätzte Meteorologe Engelmann ein. Ab 25 Litern wird von Unwettern gesprochen. Über Schäden war zunächst noch nichts bekannt.

Bis in die Nacht wurde im Norden, Westen und Osten Sachsens vor weiteren starken Gewittern gewarnt.

Von nöß

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