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Lokales Glätte: Uniklinik Leipzig versorgt doppelt so viele Patienten
Leipzig Lokales Glätte: Uniklinik Leipzig versorgt doppelt so viele Patienten
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21:19 14.01.2016
Die Rettungswagen hatten wegen Glatteis am Donnerstag viel zu tun.  Quelle: dpa
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Leipzig

Die Notaufnahme des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) hat wegen der glatten Straßen am Donnerstag deutlich mehr Patienten versorgen müssen als gewöhnlich. Bis zum Nachmittag wurden knapp 100 Notfälle registriert, die vor Ort behandelt wurden. An normalen Tagen sind es nur rund 50. Das erklärte Professor André Gries, ärztlicher Leiter der Zentralen Notaufnahme, am Abend gegenüber der Leipziger Volkszeitung.

Viele der Patienten seien nach Stürzen eingeliefert worden; es gab etliche Knochenbrüche. Den größten Andrang verzeichnete die Notaufnahme in der Zeit von 6 bis 12 Uhr. Gegen 15 Uhr hatte sich die Situation weitgehend normalisiert.

Um den großen Andrang zu bewältigen, konnten die Mitarbeiter der Notaufnahme Kollegen aus anderen Abteilungen des Hauses hinzuziehen, wie André Gries erklärte. Zum Beispiel halfen mehrere Unfallchirurgen aus, die einige Patienten auch direkt in die stationäre Obhut übernahmen. Gries betonte, dass das zusätzliche Patientenaufkommen auf diese Weise gut bewältigt werden konnte. Denn neben den glättebedingten Stürzen und Unfällen ging die Versorgung von Menschen mit Herzinfarkt oder Schlaganfall ja weiter.

Auch eigene Mitarbeiter mussten versorgt werden, die selbst gestürzt waren. Der Krankenhauseinsatzplan zur Bewältigung eines „Massenanfalls von Verletzten und Erkrankten“ (MANV) kam am Donnerstag aber noch nicht zur Anwendung, erklärte Gries.

Von Björn Meine

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