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Lokales Global Space Odyssey: Bunte und laute Kritik an der Stadtentwicklung Leipzigs
Leipzig Lokales Global Space Odyssey: Bunte und laute Kritik an der Stadtentwicklung Leipzigs
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20:39 09.07.2013
Gegen Luxus und Konsum: Die Global Space Odyssey zog 2012 viele Menschen in die Leipziger Innenstadt. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Dabei steht dieses Jahr die Stadtentwicklung Leipzigs im Mittelpunkt.

„Warum brauchen wir noch mehr Einkaufstempel?“ fragt sich Sascha Heyne. Er ist Mitglied im Organisationsteam der Global Space Odyssey und kritisiert, dass die Stadt nicht genügend Räume für gemeinnützige, soziale und kulturelle Zwecke zur Verfügung stellt. „Stattdessen werden finanzkräftige Investoren hofiert“, beklagt sich der 32-Jährige. Nichtkommerzielle Kultur im öffentlichen Raum hat es seiner Meinung nach schwer. Bestes Beispiel dafür sei, dass es noch immer keine öffentlichen Freiflächen für Kulturveranstaltungen und Partys gebe. Auch dass die Mieten steigen, ist ihm ein Dorn im Auge: „Leipzig ist zwar nicht Berlin oder Hamburg, aber Tendenzen sind schon erkennbar.“

Fotos von der Global Space Odyssey 2012:

Leipzig. Am Samstag werden wieder hämmernde Beats der Global Space Odyssey durch die Innenstadt dröhnen. Mit dreizehn Wagen und viel Getöse wollen die Demonstranten für mehr Vielfältigkeit und Freiheit in jeglicher Hinsicht protestieren. Dabei steht dieses Jahr die Stadtentwicklung Leipzigs im Mittelpunkt.

Das Motto „Mein Leipzig koof ick mir“ soll eine Anspielung auf diese Entwicklung sein. „Es geht aber vor allem darum, die Leute zu mehr Teilhabe zu bewegen“, sagt der DJ. Deswegen werden während des Umzugs auch Infobroschüren verteilt, die auf die Anliegen der Demonstranten aufmerksam machen sollen.

Kritik an der Kulturpolitik ist dieses Jahr nicht im Fokus

Die Kritik an der Kulturpolitik soll dieses Jahr nicht wieder im Vordergrund stehen: „Das Thema ist jedoch nicht gegessen, denn es ist bisher wenig passiert.“ Dass ein Großteil der Kulturfördermittel der Stadt in den Betrieb der Oper und des Gewandhauses fließen, geht den Organisatoren immer noch gegen den Strich: „Die Kulturpolitik der Stadt fördert leider immer noch vermehrt die sogenannte ,Hoch- und Leitkultur’, was nicht nur fragwürdig, sondern auch sehr einseitig und einfarbig ist“, so Heyne.

Die Organisatoren sind nach eigenen Angaben neben Beruf oder Studium in unterschiedliche kulturelle Veranstaltungen involviert und zum Teil im Bereich der Freien Kultur engagiert. Mit der Global Space Odyssey wollen sie ihren Willen zur kulturellen Mitgestaltung zum Ausdruck bringen. Das Ordnungsamt rechnet mit etwa 2500 Teilnehmern.

Im Gegensatz zum vergangenen Jahr hat Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) für dieses Mal keine Einladung zum Mitdemonstrieren bekommen: „Unsere Botschaft wird aber trotzdem den Weg in seine Gemächer finden“, hofft Heyne.

Vom Connewitzer Kreuz zum Wilhelm-Külz-Park

Die Demonstration startet 12 Uhr am Connewitzer Kreuz mit einer Auftaktkundgebung. Ab 13.15 Uhr ziehen die Teilnehmer mit 13 Wagen durch die Südvorstadt Richtung Marktplatz, wo sie für eine Zwischenkundgebung einen ersten Halt machen. Danach geht es weiter durch den Leipziger Osten zum Wilhelm-Külz-Park. Dort wird der Umzug mit Blick auf das Völkerschlachtdenkmal gegen 17.30 Uhr ein Ende finden. Das Ordnungsamt weißt darauf hin, dass es im Verlauf des Umzugs zu Einschränkungen im Straßenverkehr kommen kann.

Bis 22 Uhr sorgen DJs und Bands im Wilhelm-Külz-Park auf verschiedenen Floors für Musik. Ab 15 Uhr gibt es einen Kiddie-Space für die jüngeren Demoteilnehmer. Die Aftershow-Party beginnt 22.30 Uhr und findet in sieben Locations verschiedener Stadtteile statt. Dabei geht es laut den Organisatoren dieses Mal besonders bunt zu. Das musikalische Angebot reicht von elektronischer Musik, Deathrock, Postpunk, Dubstep und Techno bis hin zu Future Music. Der Eintritt gewährt Zugang zu allen Veranstaltungsorten und soll die gesamte Global Space Odyssey refinanzieren.

Alle Infos zur Global Space Odyssey gibt es im Internet auf der Homepage der Veranstalter.

Felix Forberg

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