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Lokales Goethestraße in Leipzig wird zur Großbaustelle – Fernbus-Stop verlegt
Leipzig Lokales Goethestraße in Leipzig wird zur Großbaustelle – Fernbus-Stop verlegt
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15:53 23.10.2015
Die Fernbus-Haltestelle in der Goethestraße wird vom 24. Oktober bis 20. November an den Hauptbahnhof (Ostseite) verlegt. Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Die Gleise sind teilweise mehr als 20 Jahre alt, die Straßenbahnen fuhren hier zuletzt nur noch im Schritttempo: In der Goethestraße starten die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) am Samstag ihre neue Großbaustelle. Auf rund 350 Metern werden die Schienen zwischen Augustusplatz und Brühl instandgesetzt. Die Strecke muss dafür bis zum 20. November für Bahnen und teilweise auch den motorisierten Verkehr gesperrt werden.

Das hat auch Auswirkungen auf den Fernbus-Verkehr. Die zentrale Haltestelle in der Goethestraße wird ab Samstag für vier Wochen auf den großen Parkplatz an die Ostseite des Hauptbahnhofs verlegt – dort wo auch bis 2018 der neue Fernbus-Terminal entstehen soll. Mehr als 100 Fahrten starten im Schnitt pro Tag von Leipzig aus, in Spitzenzeiten rund 150. „Die Fernbusunternehmen sind informiert, damit sie ihre Fahrgäste in Kenntnis setzen“, erklärte LVB-Sprecher Marc Backhaus am Freitag im Gespräch mit LVZ.de.

500.000 Euro für 2800 Meter Gleise

Für die Sanierung ihrer maroden Bahnanlagen nehmen die LVB rund 500.000 Euro in die Hand. „Es bestand dringender Handlungsbedarf. Die Gleise liegen dort teilweise seit über 20 Jahren. Die Bahnen konnten teilweise nur noch zehn Stundenkilometer schnell fahren“, schildert Backhaus. Insgesamt 2800 Meter Gleis würden nun instandgesetzt, allerdings nicht komplett ersetzt. Nur auf 90 Metern Länge seien die Schienen so verschlissen, dass sie erneuert werden müssen. An anderen Stellen sei das Gleis lediglich locker und müsse „festgelegt“ werden, wie die Fachleute sagen. Zuvor werden jedoch alle Schienen aus dem Boden geholt und auch das Fundament auf Schäden überprüft.

Während der Bauarbeiten in der Goethestraße werden die Bahnen über den Georgiring umgeleitet. Quelle: LVB

Die Goethestraße ist in der Bauzeit für den Autoverkehr einseitig zwischen Richard-Wagner-Straße und Augustusplatz gesperrt – auf dieser Seite liegen die Schienen direkt auf der Fahrbahn. Die östliche Fahrspur Richtung Hauptbahnhof bleibt frei, die Ausfahrt von der Tiefgarage an der Oper ist daher nicht beeinträchtigt. Die Tiefgarage am Gewandhaus ist jedoch nur noch über den Georgiring erreichbar.

Die Straßenbahnen der Linien 4, 7, 12 und 15 fahren während der Bauzeit über den Georgiring. Die Haltestelle Augustusplatz wird stadtauswärts auf dem Georgiring in Höhe der Oper bedient, stadteinwärts halten die Bahnen an der Ersatzhaltestelle im Grimmaischen Steinweg zwischen Augustus- und Johannisplatz.

Stadt fordert Bau-Stopp zum Weihnachtsmarkt

Größere Einschränkungen gibt es auf der Buslinie 89. Diese fährt in beiden Richtungen zwischen Hauptbahnhof und Neues Rathaus eine Umleitung über Georgiring, Wilhelm-Leuschner-Platz und Martin-Luther-Ring. Die Haltestellen Goethestraße, Thomaskirche, Markt und Reichsstraße werden nicht bedient, stattdessen werden Ersatzhaltestellen am Georgiring in Höhe der Oper sowie die Haltestellen Wilhelm-Leuschner-Platz und Neues Rathaus (Linie 8) angefahren. Am Hauptbahnhof erfolgt der Zustieg am Gleis 4.

Gearbeitet wird an sechs Tagen in der Woche, denn die LVB müssen Gas geben: Bis zum Start des Weihnachtsmarktes am 24. November fordert die Stadt, dass alle Baustellen abgeschlossen sind – oder zumindest vorübergehend pausieren. Auf der Goethestraße werden dann zahlreiche Touristenbusse aus ganz Deutschland ihre Passagiere absetzen, damit diese auf kurzem Weg in die City kommen. Und auch die Fernbusse sollen dann dort wieder halten.

Von Robert Nößler

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