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Goldmünze aus dem Jahr 1592 bringt 160.000 Euro

Versteigerung in Leipzig Goldmünze aus dem Jahr 1592 bringt 160.000 Euro

Eine Goldmünze aus dem Jahr 1592 ist am Freitagnachmittag in Leipzig für die Rekordsumme von 160.000 Euro versteigert worden. Ein polnischer Händler hatte für einen Kunden, der am Telefon die nötigen Anweisungen gab, den Portugaleser mit der Ansicht von König Sigismund III. Wasa (1587-1632) im Wert von zehn Dukaten erfolgreich geboten.

Diese Goldmünze wurde am Freitag für 160.000 Euro versteigert.

Quelle: Christian Modla

Leipzig. 160.000 Euro – für diese stattliche Summe kam am Freitag die historische Goldmünze mit dem Bildnis von König Sigismund III. Wasa (1587-1632) bei der Auktion im Radisson Blu Hotel unter den Hammer. Ein polnischer Händler hat die Münze für einen unbekannten Kunden am Telefon ersteigert.

Mit der Verkaufssumme wurden die Erwartungen der „Leipziger Münzhandlung und Auktion Höhn“ noch übertroffen. Dort hatte man im Vorfeld der 84. Auktion mit einer Summe zwischen 100.000 und 130.000 Euro gerechnet.

Der Schätzwert der Münze wurde vor der Auktion auf 30.000 Euro festgelegt. Das Einstiegsgebot lag am Freitag allerdings bei 45.000 Euro.

Diese Summe kletterte während der rasanten Versteigerung innerhalb weniger Minuten auf die Endsumme. Viele Bieter wollten die Münze ersteigern, aber als das Gebot die 120.000 Euro überschritt, wurden es merklich weniger Interessenten.

Die Münze – aufgrund ihrer Ähnlichkeit zu portugiesischen Münzen auch Portugaleser genannt – gelangte eher zufällig zum Auktionshaus Höhn. Ein Ehepaar hatte das wertvolle Goldstück in seinem Besitz und wollte es, auf dem Weg zum Markt nur mal schätzen lassen. Dass es sich um eine solche Rarität handelt, war für Manfred Höhn sofort klar.

Die Münze befand sich seit mehreren Generationen im Besitz der Familie. Auktionatorin Saskia Höhn erklärte bei der Versteigerung.„Der Stammbaum der Familie reicht bis in das 17. Jahrhundert zurück. Zu dieser Zeit war ein Vorfahr als Oberbergrat in Polen tätig.“ Die Vermutung: Durch Kriegswirren und andere Umstände gelangte das Geldstück dann irgendwann nach Deutschland.

Die Münze, im Wert von 10 Dukaten wurde seinerzeit nicht etwa als Zahlungsmittel verwendet, sondern wurde an bedeutende und wichtige Männer übergeben, um ihren Stand in der Gesellschaft deutlich zu machen und als Bestätigungen ihrer guten Beziehungen – eine Art Referenz oder Visitenkarte. Geprägt wurde die Münze im 16. Jahrhundert in Litauen.

Zu der Zeit, so wird vermutet, soll es eine Menge solcher Münzen gegeben haben. Aber aufgrund ihres Metallwertes seien viele von ihnen im Laufe der Jahrhunderte wieder eingeschmolzen worden sein.

Das Ehepaar, welches das Dukatenstück zur Versteigerung bracht, erhält den Verkaufserlös, das Auktionshaus Höhn einen gewissen Anteil.

Was der anonyme Käufer mit der Münze vorhat, ist leider nicht bekannt.

Von Tatjana Kulpa

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