Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Google verteidigt kurze Einspruchsfrist bei seinem neuen Kartendienst Street View
Leipzig Lokales Google verteidigt kurze Einspruchsfrist bei seinem neuen Kartendienst Street View
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:32 11.08.2010
Anzeige
Leipzig

Das in der kommenden Woche bereit stehende Formular, mit dem Privatpersonen ihre Wohnhäuser unkenntlich machen können, werde zwar nur vier Wochen zu Verfügung stehen. Allerdings wird es nach der Veröffentlichung in Deutschland Ende dieses Jahres auch die Möglichkeit geben, im Kartendienst selbst konkrete Probleme zu melden und somit auch Abbildungen zu beanstanden.

Das Formular sei nur eine zusätzliche Möglichkeit, noch vor dem Start von Google Street View Einfluss auf die Darstellung zu nehmen. „Seit Mai 2009 ist es per E-Mail oder auf dem Postweg möglich, sein Haus sperren zu lassen“, heißt es aus dem Unternehmen. Auch künftig wird es diese Möglichkeit geben, allerdings könne man nach Ablauf der Vierwochen-Frist nicht mehr garantieren, dass die beanstandeten Abbildungen auch wirklich bis zum Start des Dienstes unkenntlich gemacht würden. Deshalb ende das neue Formular so zeitig.

Die ebenfalls kritisierte fehlende Telefon-Hotline als Anlaufstelle für gewünschte Sperrungen begründete der Unternehmenssprecher mit möglichen Missverständnissen, die per mündlicher Anweisung entstehen könnten. „Man könne dann ja beispielsweise nicht mehr nachvollziehen, welche Hausnummer nun wirklich gemeint war.“ Deshalb stünde nur der schriftliche Einspruchsweg per Post oder E-Mail zur Verfügung.

Die Frage, ob denn auch die ebenfalls flächendeckend registrierten Informationen über W-Lan-Netze in den Straßen auf Einzelanfrage wieder löschbar seien, wird von Google dagegen verneint. Nach Angaben des Unternehmenssprechers soll eine Löschung auf Anfrage allein schon die Richtlinien der Datenschutzbeauftragten verhindern, die auf Nachvollziehbarkeit der Datensammlung drängen. Würde hier etwas einzeln gelöscht, sei später nicht mehr erkennbar, was eigentlich alles von Google dokumentiert worden war. Ohnehin würden die von Google während der 360-Grad-Aufzeichnung der Straßen getätigten Erhebungen über alle angrenzenden drahtlosen Netzwerke und deren Verschlüsselungsniveau nirgends abrufbar sein und nur für einen Navigationsdienst verwendet werden.

Google hat seinen virtuellen Stadtrundgang 2007 zuerst in den USA gestartet. Das erste europäische Land mit diesem in Google Maps integrierten Dienst war Frankreich. Deutschland wird nun weltweit das 24. Land, in dem dieses Angebot eingeführt wird. Leipzig gehört zu insgesamt 20 deutschen Städten, die ab Ende des Jahres zu sehen sein sollen. Immer wieder war es bei der Einführung des Kartendienstes zu Protesten gekommen. In Irland mussten auf Geheiß der Regierung beispielsweise die erhobenen W-Lan-Anschlussdaten nachträglich wieder gelöscht werden.

Matthias Puppe

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Mit einer Party in Leipzig geht am Mittwoch das Lese-Projekt „Buchsommer Sachsen“ zu Ende. Schüler ab der fünften Klasse konnten sich in den Sommerferien daran beteiligen und drei Bücher ihrer Wahl in Büchereien ausleihen und lesen.

11.08.2010

"Die Straßenkinder unterstütze ich ja gern, aber mit dem Rockermilieu will ich absolut nichts zu tun haben." Doch nun steht der Name seines Unternehmens als Unterstützer auf dem Party-Flyer des Hells Angels Motorcycle Club (HAMC) Leipzig. Auch der

11.08.2010

Vier illegale Graffiti pro Tag wurden 2009 durchschnittlich in Leipzig gesprüht. Die Sprayer richteten dabei einen Gesamtschaden von rund einer Million Euro an – 124 von ihnen konnten geschnappt werden.

10.08.2010
Anzeige