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Lokales Grillen in Leipziger Parks: Was ist erlaubt und was nicht?
Leipzig Lokales Grillen in Leipziger Parks: Was ist erlaubt und was nicht?
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20:26 11.05.2017
Gutes Wetter, also raus in die Natur: Sebastian (33) und Christian (39) beim gemeinsamen grillen mit ihren Freunden im Mariannenpark in Schönefeld. (Archivbild) Quelle: André Kempner
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Leipzig

Der Sommer streckt allmählich seine Fühler in Richtung Deutschland aus. Am Wochenende dürfen die Leipziger mit sattem Sonnenschein und Temperaturen über der 20-Grad-Marke rechnen. Zeit also, für alle leidenschaftlichen Bratwurstbrutzler und Steakschmorer, alle Gemüsegarer, Käsekokler und Boulettenbrater ins Grüne zu fliehen und den Grill anzuwerfen. Wer dabei keinen Bußgeldbescheid kassieren will, der sollte aber einige Dinge beachten.

Zunächst einmal die gute Nachricht: In Leipzig gibt es kein grundlegendes „Grillverbot“. Trotzdem darf der Rost nicht überall und ohne Rücksicht auf andere angefeuert werden. Beliebte Anlaufstellen für Wurstmeister sind die öffentlichen Grillplätze. Davon gibt es fünf Stück im Stadtgebiet, drei weitere lassen sich im Auwald finden. Hier ist zu beachten: Die Feuerstätte muss ständig beaufsichtigt und kann erst verlassen werden, wenn sie restlos abgelöscht ist. Nur handelsübliche Grillkohle und Anzünder dürfen zum Einsatz kommen – Abfälle, Laub, Reisig und dergleichen sind nicht erlaubt.

Rücksicht auf Natur und andere Parkbesucher

Wer lieber im nahe gelegenen Park grillen möchte, dem ist auch das gestattet, solange einige grundlegende Regeln beachtet werden. Schäden an der Grasnarbe sind unbedingt zu vermeiden – Grills, die direkt auf dem Boden liegen, sind tabu. Stattdessen also auf den kleinen Kugelgrill mit Standbeinen zurückgreifen – ist ja auch viel bequemer, als sich ständig bücken zu müssen.

Wichtig auch: „Rücksichtnahme auf andere Erholungsuchende“, wie es auf der Internetseite der Stadt Leipzig heißt. Bedeutet: Wer Parkbesucher durch seinen Grill-Qualm belästigt, sollte sich zuerst entschuldigen und dann eine andere Stelle suchen. In jedem Fall sind sämtliche Parkköche dazu verpflichtet, ihren Müll restlos und ordentlich zu entsorgen. An verschiedenen Schwerpunkten, zum Beispiel im Johanna- oder Clara-Zetkin-Park, sind dafür extra Container aufgestellt worden. Bei Überfüllung bleibt nur eines: Den Abfall mit nach Hause zu nehmen.

Auch Brand- und Landschaftsschutzrichtlinien gilt es zu beachten. Verboten ist es beispielsweise, seinen Grill unter einem Baum oder in unmittelbarer Nähe anderer Gehölze zu entfachen – immerhin ist gerade Brutsaison. Auf gärtnerisch gestalteten Flächen ist das Grillen grundsätzlich untersagt.

Strände sind grillfreie Zone

Brutzeln am See? Fehlanzeige. Das Grillen an Cospudener See, Markleeberger See und Co. ist nicht gestattet. Mit einer Ausnahme: Am Markleeberger See vermietet die Firma All on Sea einen offiziellen Grillplatz. Reservierungen sind telefonisch oder per Mail möglich, für fünf Stunden gemütliches Fleischgaren werden 60 Euro plus drei Euro pro Teilnehmer veranschlagt. Kleiner Tipp: Am kommenden Sonntag ist noch alles frei.

Kreative Geister, die sich musikalisch verwirklichen wollen, haben jedes Recht dazu – nicht aber, wenn das zu gewerblichen Zwecken genutzt wird. Da reicht auch schon der leere Becher, der Passanten dazu verleitet, sich um ein wenig Kleingeld zu erleichtern. Wer auch nachts nicht auf akustische Untermalung verzichten will, der sollte aber lieber einen Club besuchen, denn von 22 bis 6 Uhr herrscht in allen Parks Nachtruhe.

Von Christian Neffe

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