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Lokales Grippaler Infekt: Leipziger Oberbürgermeister sagt USA-Reise ab
Leipzig Lokales Grippaler Infekt: Leipziger Oberbürgermeister sagt USA-Reise ab
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14:37 13.02.2018
Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD). (Archiv) Quelle: André Kempner
Leipzig

Boston, Washington, Houston. Das Programm war dicht gepackt für die längste Dienstreise in seiner Amtszeit. Statt die neuntägige USA-Reise anzutreten, musste Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) aber das Bett hüten. Ein grippaler Infekt hat ihn erwischt. Das bestätigte die Stadt Leipzig am Dienstag auf Anfrage von LVZ.de. „Er ist aber auf dem Weg der Besserung“, heißt es aus dem Rathaus.

Höhepunkte wie die Unterzeichnung des Kooperationsvertrags zwischen dem Gewandhausorchester und dem Boston Symphony Orchestra standen auf dem Programm. Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke (Linke) besiegelte nun am 9. Februar die Zusammenarbeit in Vertretung von Jung.

Jennicke eröffnete außerdem vor dem offiziellen Beginn der Dienstreise Anfang Februar bereits die erste „Leipzig Week in Boston“. Dabei spielten die Musiker unter anderem Werke von Mendelssohn, Schumann und Bach. Musikdirektor Andris Nelsons, ab 23. Februar auch Leipzigs neuer Gewandhauskapellmeister, dirigierte.

Vortrag in Washington fällt aus

Beim German Marshall Fund in Washington musste ein für Dienstag, 13. Februar, geplanter Vortrag ersatzlos ausfallen, so die Stadt auf Nachfrage. „Es wird aber ein Hintergrundgespräch geben zu den Themen Stadtentwicklung und Stadtmanagement. Auch die Termine im State Department bleiben, die Gesprächspartner haben nach wie vor großes Interesse an einem Treffen“, sagt Volker Rasch vom Referat Kommunikation.

Jung verpasst Jubiläum in Houston

Der Oberbürgermeister verpasst wegen seiner Krankheit auch die Feierlichkeiten in Houston, mit dem Leipzig eine 25-jährige Städtepartnerschaft verbindet. Das Houston-Programm sei noch in der Abstimmung mit Partnern vor Ort, so die Stadt. Offizielle Vertreterin der Stadt wird voraussichtlich Gabriele Goldfuß vom Leipziger Referat für Internationale Zusammenarbeit sein.

Rund 30 Bürgerinnen und Bürger aus Leipzig flogen für den Geburtstag über den Großen Teich. Zum Abschluss der Reise am Freitag sollten die Leipzig-Delegation und die Teilnehmer der Bürgerreise bei einem Mittagessen gemeinsam das Jubiläum würdigen.

Bei der Ankündigung der USA-Reise hatte Jung gesagt, er freue sich auf diese besondere Auslandsreise. Aber auch ohne den Oberbürgermeister absolviert die Abordnung aus Leipzig das umfangreiche Programm. „Alle anderen Programmpunkte finden nach jetzigem Stand wie geplant statt“, teilt das Referat Kommunikation weiter mit.

Die persönlichen Kontakte sollen die Beziehungen in die Vereinigten Staaten stärken. Am 16. Februar landen die Leipziger wieder in der Messestadt. Wann Jung seine Geschäfte wieder aufnehmen kann, werde der Genesungsverlauf zeigen, heißt es aus dem Rathaus.

Von Evelyn ter Vehn

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