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Lokales Größere Schäden am Goldturm: Russische Kirche wird zum 100-Jährigen nicht fertig
Leipzig Lokales Größere Schäden am Goldturm: Russische Kirche wird zum 100-Jährigen nicht fertig
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11:33 31.07.2013
Der Turm der Russischen Kirche wird für etwa eine Million Euro saniert. Der Abschluss der Arbeiten verzögert sich um etwa zwei Monate. Quelle: Volkmar Heinz
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Leipzig

Bis zum 100-jährigen Bestehen im Oktober wird die Kirche damit nicht fertig. Die vergoldete Kupferhaube müsse komplett erneuert werden, was den Abschluss der Arbeiten um zwei Monate bis zum Jahresende verzögere. An den eingeplanten Kosten von rund einer Million Euro ändere sich jedoch nichts.

Ursprünglich war davon ausgegangen worden, dass sowohl Turmzwiebel als auch Kreuz nur repariert und teilweise neuvergoldet werden müssen. Nach der Einrüstung der Kirche stellte sich jedoch heraus, dass die Schäden größer sind als gedacht und auch eine Sanierung der Tragkonstruktion der Zwiebel sowie der Sandsteinelemente notwendig ist. Entgegen der Planung könnten zudem weniger Teile des Glasmosaiks wiederverwendet werden, hieß es.

Die Russische Kirche vor der Sanierung:

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Die Sanierungsarbeiten waren im Oktober 2012 angelaufen und sollten ursprünglich bis zum 100-jährigen Bestehen der Kirche und dem 200. Jahrestag der Völkerschlacht im Oktober beendet sein. „Die Stadt Leipzig und die Russisch-Orthodoxe Kirchgemeinde als Nutzer des Objektes arbeiten eng zusammen, um Beeinträchtigungen von Veranstaltungen während der Gedenktage zu vermeiden“, teilte das Kulturdezernat mit. Die Feierlichkeiten sind vom 17. bis 20. Oktober 2013 geplant. Eine Unterbrechung der Arbeiten komme nicht in Frage – der Abbau des Gerüsts sei zu teuer, hieß es zur Begründung.

Eindringendes Regenwasser hatte in der Vergangenheit Schäden an dem russisch-orthodoxen Gotteshaus in der Philipp-Rosenthal-Straße angerichtet. Der Stadtrat hatte die Sanierung im Mai 2012 beschlossen. An den Kosten beteiligte sich auch die Stadt Moskau mit einer Spende in Höhe von 250.000 Euro. Die Kirche im Nowgoroder Stil war zum Gedenken an die 22.000 gefallenen russischen Soldaten in der Völkerschlacht erbaut und 1913 geweiht worden.

nöß

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