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Lokales Großbaustelle Karl-Liebknecht-Straße - Unfälle und Stau auf den Umleitungen
Leipzig Lokales Großbaustelle Karl-Liebknecht-Straße - Unfälle und Stau auf den Umleitungen
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23:59 07.01.2014
Durchfahrverbote auf der Karl-Liebknecht-Straße. Quelle: André Kempner

In der Kurt-Eisner-Straße kam es zu einem Zusammenstoß von drei Autos. Und in der Karli wollen verunsicherte Fahrgäste wissen, wie sie am kommenden Wochenende mit der erste Straßenbahn-Vollsperrung klarkommen sollen.

Auf der Umleitungsstrecke Kurt-Eisner-Straße krachte es gestern um 6.55 Uhr an der Kreuzung Bernhard-Göring-Straße. Die städtischen Verkehrsplaner hatten dort wegen des höheren Verkehrsaufkommens extra eine Lichtsignalanlage installiert - doch ein 78-jähriger Autofahrer übersah das Rotlicht und stieß auf der Kreuzung mit zwei Autos zusammen. Eine 27-Jährige wurde leicht verletzt in eine Klinik geschafft und die Unfallstelle für zirka 45 Minuten gesperrt.

"Solche Unfälle sind bedauerlich, aber mit ihnen muss man im Straßenverkehr rechnen", sagte Christoph Bock, Sprecher des Verkehrs- und Tiefbauamtes. "Wir haben mit der Ampel die größtmögliche Sicherheit geschaffen."

Autofahrer wie Manfred Daßler aus dem Leipziger Süden ärgert, dass die Ampelschaltungen an den Umleitungsstrecken nicht angepasst wurden. "An der Kreuzung August-Bebel-/Kurt-Eisner-Straße beträgt die Grünphase nur drei bis vier Sekunden", mailte er gestern an die LVZ. "Das ist ausreichend für zwei Pkw oder einen Bus - der Rückstau ist entsprechend groß."

Sprecher Bock kennt solche Forderungen. "Wir wollen nicht, dass zu viel zusätzlicher Verkehr über die August-Bebel-Straße rollt", begründete er die knappe Grünphase. Die ausgewiesene Umleitungsstrecke führe über Kurt-Eisner- und Arthur-Hoffmann-Straße. "Solche Eingriffe in die Ampelschaltungen verlagern meist nur die Probleme", meint er. Für die Verlängerung einer Grünphase müssten ja in anderen Richtungen Grünphasen gekürzt werden. "Das schafft neue Probleme." Dennoch würden die Verkehrsplaner die Entwicklung in den nächsten Tagen aufmerksam beobachten und "gegebenenfalls nachjustieren", so der Sprecher.

Auch die Ampel an der Kreuzung Karl-Liebknecht-/Riemannstraße sorgte gestern für Aufregung: Sie blieb am Morgen stundenlang dunkel. Anwohner berichteten von zahlreichen Beinahe-Unfällen auf der Kreuzung und schlugen im Info-Punkt Alarm, den die Bauherren an der Ecke Karl-Liebknecht-/Paul-Gruner-Straße aufgebaut haben. "Das war nicht geplant", stellte dort Ansprechpartner Michael Biedermann klar.

Im Info-Punkt häuften sich gestern auch die Anfragen zur Straßenbahn-Sperrung, die am kommenden Wochenende in der Karli geplant ist. "Die Straßenbahnlinien 10 und 11 verkehren am Wochenende zwischen dem Augustusplatz und dem Connewitzer Kreuz über Roßplatz, Bayrischer Platz und Arthur-Hoffmann-Straße", erklärte Biedermann. Dabei würden die Linien 10 und 11 die Haltestelle HTWK ersatzweise in der Richard-Lehmann-Straße an der Straßenbahnhaltestelle der Linie 9 bedienen. Gleichzeitig fahren Ersatzbusse zwischen den Haltestellen Roßplatz und Connewitzer Kreuz über Windmühlenstraße, Martin-Luther-Ring, Harkortstraße, Dufourstraße, August-Bebel-Straße, Kurt-Eisner-Straße und Karl-Liebknecht-Straße. Die Busse bedienen die Ersatzhaltestellen Hohe Straße in der Harkortstraße sowie ersatzweise die Haltestellen Schenkendorfstraße und August-Bebel-/Kurt-Eisner-Straße der Buslinie 89. Zudem werden die Ersatzhaltestellen Karl-Liebknecht-/Kurt-Eisner-Staße in der Kurt-Eisner-Straße und HTWK in der Karl-Liebknecht-Straße angesteuert. In Richtung Roßplatz bedienen die Busse die Ersatzhaltestelle Neues Rathaus in der Harkortstraße und die Haltestelle Wilhelm-Leuschner-Platz; in Richtung Connewitzer Kreuz zusätzlich die Ersatzhaltestelle in der Windmühlenstraße.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.01.2014

Andreas Tappert

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