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Lokales Große Militärschau in Leipzig - Tillich bedankt sich
Leipzig Lokales Große Militärschau in Leipzig - Tillich bedankt sich
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22:23 13.06.2015
Tag der Bundeswehr in Leipzig. Quelle: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

Tag der Bundeswehr in Leipzig: Am Samstag hatte die General-Olbricht-Kaserne an der Landsberger Straße 133 für Besucher geöffnet. Schon am Morgen machten sich tausende Menschen auf den Weg, um einen Blick auf die Militärtechnik zu werfen oder das Rahmenprogramm mit mehr als 50 Stationen zu genießen.

Auch Partner aus den USA, Großbritannien und den Niederlanden waren dabei, als vom Hubschrauber bis zum Panzer, von der Fregatte bis zur Drohne ein Einblick in die Ausrüstung gegeben wurde. Sie präsentierten unter anderem Apache-Kampfhubschrauber, die auch in Afghanistan zum Einsatz kamen. Auch Tiger-Helikopter waren zu sehen.

Vor Ort war am Vormittag auch Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU). In einer Rede dankte er den Soldaten für ihren Einsatz. „Jeden Tag leisten Sie für unser Land einen hervorragenden Dienst“, sagte Tillich vor dem Ausbildungskommando der Bundeswehr. Der Ministerpräsident erinnerte auch an die Neubildung der Verbände aus Soldaten der Bundeswehr und der Nationalen Volksarmee. „Die Gründung beider war aus dem Gegeneinander – die Neugründung nach dem Fall des Eisernen Vorhangs aus einem Miteinander geboren. Geschrieben wurde so auch in Sachsen eine wahre Erfolgsgeschichte.“

Ausdrücklich würdigte er zudem das Engagement der Bundeswehr bei den zurückliegenden Hochwasserkatastrophen, unter anderem 2002 und 2013. „Wo die Bundeswehr gebraucht wurde, war sie mit Helfern und Material vor Ort. Für diese Hilfe sind Staatsregierung und Bevölkerung dankbar. Die Bundeswehr hat Leben gerettet und Land und Leute vor noch größeren Schäden bewahrt.“ Tillich verwies auch auf die Bundeswehr als wichtigen Arbeitgeber in der Region. Allein in Leipzig sind 1000 Soldaten stationiert. Der CDU-Politiker mahnte aber auch, dass im Vergleich zu anderen Bundesländern in Sachen wenige Soldaten vor Ort seien.

Proteste zum Tag der Bundeswehr in Leipzig. Quelle: Jens Rometsch

Zunächst vor der Kaserne protestierten mehrere Menschen friedlich gegen das Militär. Unter dem Motto: “Kein Werben für Töten und Sterben”, kritiserten sie die Veranstaltung und durften sich später auch auf dem Kasernengelände platzieren. Tillich bezeichnete den Protest als demokratisches Recht und freie Meinungsäußerung.

Seit Tagen hatte bereits ein Aufruf zum Protest gegen den Tag der Bundeswehr im Internet kursiert. Die Schau solle laut eines anonymen Aufrufs auf der Internetplattform Indymedia „kritisch begleitet werden. Weiter heißt es: „Wie sehen uns vor Ort.“ Das Schreiben endet mit dem Aufruf „Bundeswehr wegtreten.“ Die Polizei blieb trotz der Ankündigung gelassen und wollte die Zahl ihrer Kräfte vor Ort nicht erhöhen.

Jens Rometsch/Matthias Roth

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