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Lokales Großprojekt Könneritzstraße: Stadtrat Leipzig genehmigt 3,5 Millionen Euro für den Umbau
Leipzig Lokales Großprojekt Könneritzstraße: Stadtrat Leipzig genehmigt 3,5 Millionen Euro für den Umbau
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21:57 16.07.2014
Die Könneritzstraße soll bis Ende 2016 aus- und umgebaut werden. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Die knapp einen Kilometer lange Hauptverkehrsstraße, über die wochentags bis zu 15.400 Fahrzeuge donnern, ist marode und muss grundhaft erneuert werden.

Neben dem Kfz-Verkehr fahren außerdem die Straßenbahnlinien 1 und 2 sowie die Buslinie 74 durch die Straße. Der Umbau soll die Magistrale insgesamt aufwerten. So werden die Gehwege erneuert, und zur Neugestaltung gehört auch das Stadtgrün: Baumreihen werden erhalten und vervollständigt.

Die Situation für Fußgänger und Radler soll sich verbessern. So bekommen Passanten neue, bauliche Querungshilfen. Radfahrer können nach der Sanierung in beiden Richtungen auf eigenen Fahrbahn-Spuren rollen. Parken wird mit Zweirad einfacher: An der "Kö" werden 205 Fahrradbügel installiert.

Ab September beginnen die Kommunalen Wasserwerke Leipzig (KWL) mit ersten Vorarbeiten. Bis Ende März kommenden Jahres arbeitet das Unternehmen an den Mischwasserkanälen. Erst im Frühjahr 2015 geht es richtig los mit dem Umbau: Der Südteil zwischen Oeser- und Stieglitzstraße sowie der Nordteil zwischen Holbein- und Alfred-Frank-Straße werden im kommenden Jahr saniert. 2016 wird dann der Mittelteil mit der Straßenbahnhaltestelle Stieglitzstraße erneuert.

Die Stadt Leipzig trägt 2,06 Millionen Euro der Gesamt-Bausumme, der Rest wird über Fördermittel finanziert. Die Ratsentscheidung am Mittwoch war einstimmig.

Umleitungen: Bahn und Bus fahren weiter

Der Kfz-Verkehr wird großräumig über Karl-Heine-Straße, Erich-Zeigner-Allee und Antonienstraße umgeleitet. Der Straßenbahnverkehr wird bis auf wenige Ausnahmezeiträume eingleisig aufrechterhalten, die Buslinie 74 fährt in der einen Richtung eine Umleitung über Anliegerstraßen. Vorgesehen sind die Holbein- und Oeserstraße westlich der Könneritzstraße. In der anderen Richtung wird er über die Könneritzstraße geführt.

Da jeweils in zwei Abschnitten gebaut wird - erst die östliche, dann die westliche Straßenhälfte - können Radler meist genauso wie die Anlieger die jeweils andere Straßenseite nutzen. Radler sollen in der Hauptbauphase aber wo möglich auf den asphaltierten Nonnenweg im Auenwald ausweichen.

Kümmerer nach Karli-Vorbild

An der Lebensader des Stadtteils werden außer den Bewohnern auch zahlreiche Händler und Gastronomen von der Großbaustelle betroffen sein. Ein "Kümmerer" soll als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

An der Karl-Liebknecht-Straße wurde das Modell ausprobiert und für gut befunden: Michael Biedermann vermittelt dort zwischen Bauträgern, Bauarbeitern und Anwohnern. In seinem Info-Container oder per Handy ist er fast immer erreichbar - und kann so manche Situation entschärfen, bevor sie sich zuspitzt. Das kostet die Stadt über zwei Jahre rund 190.000 Euro.

Wegen der angespannten Haushaltslage soll Biedermann demnächst auch für die Könneritzstraße zuständig sein. Das war den Grünen zu wenig. Sie stellten den Antrag, dass die Stadt, Leipziger Verkehrsbetriebe und Kommunale Wasserwerke sich als Bauträger die Kosten für einen eigenen Kommunikationsbeauftragten in Schleußig teilen sollen und fanden dafür eine Mehrheit.

Keinen Erfolg hatte die Fraktion mit ihrem Vorstoß, dass die stadtauswärtige Haltestelle an der Holbeinstraße umgebaut werden soll, um die Situation für Radfahrer zu entschärfen. Dort gibt es keine eigene Radfahrer-Spur, die Unfallgefahr sei wegen der Gleisführung hoch, so die Begründung. Die Verwaltung argumentierte, dass ein Umbau mit der Rückzahlung von Fördermitteln verbunden wäre.

Evelyn ter Vehn

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