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Lokales Großreinemachen in Leipzigs Wasserlandschaft
Leipzig Lokales Großreinemachen in Leipzigs Wasserlandschaft
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19:20 03.04.2016
Rückten dem Müll zu Leibe: Die Angelfreunde Gohlis waren im Zuge des Frühjahrsputzes am Elsterflutbett im Einsatz, um die Ufer von Unrat zu befreien.
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Leipzig

Pünktlich zum ersten warmen Wochenende des Jahres stand auch beim Leipziger Anglerverband der Frühjahrsputz auf dem Programm. Allerdings waren es nicht Fenster und Stuben, die gereinigt wurden. Stattdessen wurde die Wasserlandschaft der Messestadt von Schmutz und Müll befreit.

Knapp 250 Angler und Anglerinnen waren im ganzen Stadtgebiet im Einsatz. Rund 80 Mitglieder der Angelfreunde Gohlis hatten sich am Samstagvormittag entlang des Elsterflutbetts eingefunden, um der Verschmutzung mit Müllsäcken und Greifstangen zu Leibe zu rücken. Und das in diesem Jahr sogar deutlich früher als geplant, wie Vereinsmitglied Holger Lange erklärte: „Der bisherige Termin wäre genau in die Brutzeit der Wasservögel gefallen – um die nicht zu sehr zu stören, haben wir den Frühjahrsputz vorgezogen.“

Die Aktion sei auch in diesem Jahr wieder bitter nötig, berichtete Holger Lange. Denn nach wie vor nutzten viele Menschen die Ufer der städtischen Gewässer als illegalen Ablageplatz für ihren Müll. Neben zahllosen Flaschen und Verpackungsresten fischen die Mitglieder des Verbands alljährlich auch eine Vielzahl an skurrilen Hinterlassenschaften aus den Flüssen und Seen.

„Das reicht vom alten Fahrrad, über verrostete Einkaufswagen bis zu Verkehrsschildern oder Navigationsgeräten“, erläuterte Lange. Und auch in diesem Jahr wurden die Angler immer wieder überrascht: „Die Highlights, wenn man so will, waren ein geöffneter Panzerschrank und ein kaputtes Schlauchboot.“

Trotzdem, auch das hoben die Angler hervor, sei die Situation nicht mehr so schlimm wie noch vor einigen Jahren. „Dazu hat vor allem auch das Dosenpfand beigetragen“, befand Teilnehmer Michael Weise. Die 25 Cent, die man bei Abgabe der Behältnisse zurück erhalte, machten sich letztlich eben doch bemerkbar.

Insgesamt seien allein am Elsterflutbett 68 Müllsäcke mit einem Gesamtvolumen von sieben Kubikmetern zusammengekommen. Und auch an den anderen Einsatzorten, etwa dem Schladitzer See oder entlang des Karl-Heine-Kanals, sei das Aufkommen ähnlich hoch gewesen, teilte Holger Lange mit.

Seit mittlerweile fünf Jahren beteiligen sich die Angler an der vom Umweltdezernat koordinierten Aktion, zusätzlich sind sie bis zu elf Mal im Jahr an den Gewässern im Einsatz. „Wir erfüllen hier zwei zentrale Aufgaben“, so Lange. „Zum einen sind auch wir dafür zuständig, die Gewässer sauber zu halten, zum anderen sind wir natürlich auch eine Naturschutzorganisation und kommen so unserer Aufgabe in besonderem Maße nach.“

Von Bastian Fischer

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