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Lokales Grüne wollen Schulen mit Halbe-Halbe-Projekt zum Energiesparen anregen
Leipzig Lokales Grüne wollen Schulen mit Halbe-Halbe-Projekt zum Energiesparen anregen
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00:32 14.09.2015
Stromsparen soll sich auch für Schulen lohnen. Quelle: dpa-tmn
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Leipzig

Richtig lüften, Licht beim Verlassen des Raums ausschalten, die Heizung nicht unnütz aufdrehen – fürs Energie und Wassersparen gibt es viele Möglichkeiten. Die funktionieren auch zu Hause, sobald es an die Geldbörse geht. Doch wie ist es an Leipziger Schulen? Die Grünen wollen zum Schuljahr 2016/17 ein Energie- und Wassersparprojekt „Halbe-Halbe“ initiieren. Die Idee: Nicht nur das Gebäudemanagement der Stadt soll sich verantwortlich fühlen, sondern die Nutzer selbst. „Wir haben mit sechs Schulen gesprochen, ob sie sich beteiligen wollen“, sagt Kornelius Unckell, einer der Initiatoren. „Alle haben zugesagt.“ Energiesparen sei eine wesentliche Ressource, die im „Schatten des Klimawandels“ forciert werden müsse. Ein Antrag an den Stadtrat ist im Mai gestellt worden.

Eine Pilotphase soll speziell an der August-Bebel-Grundschule im Leipziger Osten gestartet werden. Diese wird dabei von einem Projektträger wie dem Unabhängigen Institut für Umweltfragen (UFU) aus Berlin unterstützt . Das Institut setzt Gelder von Atmosfair ein, über das Flugreisende einen Naturschutzbeitrag leisten. Attraktiv werde das Halbe-Halbe-Projekt dadurch, dass Stadt und Schule sich Einsparungen teilen. Wie das passiert, müsse noch festgelegt werden. Derzeit kennen die einzelnen Bildungsstätten nicht mal ihren Verbrauch.

Georg von Nessler, Geschäftsführer von IP-Building, ist sich sicher, dass es an Leipziger Schulen – trotz unterschiedlicher Voraussetzungen hinsichtlich des Sanierungsstandes – viele Einsparpotenziale gibt. Die Firma hat das Fifty-Fifty-Projekt in Frankfurt am Main untersucht. Dort wird seit 1998 nach Einsparpotenzialen in öffentlichen Gebäuden gesucht, mittlerweile sind 96 städtische Objekte dabei. Rein rechnerisch werden jedes Jahr Potenziale im Wert von 1 Million Euro gefunden. Frankfurt finanziert aus der eingesparten Summe ein Team von Energieberatern, die Schulen unterstützen sowie selbst Bildungsangebote unterbreiten. „Dadurch lernen die Schüler, verantwortungsvoll mit Energie umzugehen“, sagt Unckell. Und die Schulen könnten letztlich zum Vorbild für den städtischen Gebäudebestand werden.

Von Mathias Orbeck

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