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Lokales Grünes Licht vom Aufsichtsrat: LWB verkauft mehr als 2500 Wohnungen in Leipzig
Leipzig Lokales Grünes Licht vom Aufsichtsrat: LWB verkauft mehr als 2500 Wohnungen in Leipzig
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19:38 12.04.2011
Quelle: Leipziger Wohnungs und Baugesellschaft LWB
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Leipzig

Demnach werden insgesamt 96 Gebäude mit 2577 Wohnungen und 19 Gewerbeeinheiten zum Preis von 72,8 Millionen Euro veräußert. Betroffen sind die meisten Leipziger Stadtbezirke, vor allem aber der Norden, Osten und Südwesten (siehe Grafik unten). Mit den Einnahmen will die LWB ihre Schulden verringern, die derzeit bei etwa 790 Millionen Euro liegen.

Laut einer Mitteilung vom Dienstag sei darauf geachtet worden, dass die Verkaufsobjekte „eine weniger wichtige Funktion für die wohnungs-, sozial- und stadtentwicklungspolitischen Ziele der Stadt Leipzig haben“. Die Mieter seien schriftlich informiert worden. Die bestehenden Mietverträgen sollen uneingeschränkt bestehen bleiben und die rechtliche Grundlage für die Weiterführung des Mietverhältnisses durch den neuen Eigentümer darstellen.

Leipzig. Guter und bezahlbarer Wohnraum, damit punktet Leipzig bei seinen Bürgern und denen, die in die Stadt ziehen. Rund 8000 waren das im Jahr 2012 - und wenn das so weitergeht, könnte der Wohnungsmarkt in den nächsten fünf Jahren kippen. Dieses Szenario macht die Leipziger SPD-Fraktion auf. Sie warnt vor Münchner Verhältnissen, und Leipzig soll mit der kommunalen Wohnungsgesellschaft LWB frühzeitig gegensteuern.
Im November 2006 hatte der Stadtrat den Oberbürgermeister beauftragt, nach Verkaufsmöglichkeiten zu suchen, um die Verbindlichkeiten der LWB zu senken. Knapp zwei Jahre später entschloss sich der Aufsichtsrat des Unternehmens, je nach Marktsituation Teile seines Bestandes zu verkaufen. Mit der nun beschlossenen Veräußerung bewirtschaftet die LWB nach eigenen Angaben noch 35.819 Wohnungen und hat einen Anteil am Immobilienmarkt in Leipzig von rund zehn Prozent.

Zu den nun verkauften Wohnungen gehören beispielsweise die Diderotstraße 1 bis 33, Fritz-Schmenkel-Straße 2 bis 12, Mariannenstraße 19, Neustädter Straße 9, Bautzner Straße 3 bis 5 und Huttenstraße 22 a bis 24 c.

Nach LWB-Angaben handelt es sich bei „Brack Capital“ um einen Immobilieninvestor, der über insgesamt 15.000 Wohneinheiten verfügt. Das deutsche Portfolio besteht aus etwa 177.000 Quadratmetern Wohnfläche vorwiegend in Nordrhein-Westfalen, zirka 55.000 Quadratmetern Gewerbefläche und rund 52.000 Quadratmetern Einzelhandelsfläche.

Die Veränderung des Wohnungsbestandes der LWB nach dem Verkauf Quelle: Leipziger Wohnungs und Baugesellschaft LWB

Obwohl für die Leipziger Stadtratsfraktion der Linken ein Verkauf der LWB nicht in Frage kommt, hat sie sich im Aufsichtsrat des Unternehmens nicht gegen die Vereinbarung mit „Brack Capital“ ausgesprochen. Wohnen könne nur dann bezahlbar bleiben, wenn die Wohnungsunternehmen dauerhaft wirtschaftlich stabil seien und die Kreditbelastungen abgesenkt würden, hieß es zur Begründung in einer Mitteilung vom Dienstag.

Der Linksfraktionssprecher für Stadtentwicklung, Siegfried Schlegel, sagte: “Die eine Stimme Enthaltung soll dokumentieren, dass mögliche Ängste betroffener Mieter ernst genommen werden und durch den bisherigen Vermieter LWB und den neuen Eigentümer in vertrauensvollem Miteinander abgebaut werden müssen. Maßgebend für die Entscheidung war auch, dass der Käufer keine so genannte ‚Heuschrecke’ ist und mit einer Wohnungsverwaltung in Leipzig die Wohnungen langfristig halten und selbst vermieten will.“

maf

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