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Lokales Güterbahnhof Plagwitz: Schutzzonen für 100 Zauneidechsen geplant
Leipzig Lokales Güterbahnhof Plagwitz: Schutzzonen für 100 Zauneidechsen geplant
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23:59 15.07.2013
Die Zauneidechsen in Plagwitz werden vor dem Bagger gerettet. Quelle: Christian Nitsche

Doch noch ehe die Bauarbeiten richtig begannen, wurden sie auf Ende Juli verschoben.

Rosenthals Dezernat holte ein Fachgutachten zum Schicksal der geschätzt rund 100 Schuppenkriechtiere ein. "Auf dessen Grundlage haben wir dann eine ökologische Baubegleitung beauftragt. Ziel ist, die Tiere am Standort zu behalten", sagt Inge Kunath, die Chefin des Amtes für Stadtgrün und Gewässer.

Seit 21. Juni gibt es vor Ort nun zwei kleine Schutzzonen - eine im Norden und eine im Süden. Eingerichtet hat sie die Markkleeberger Firma Hensen - Büro für Naturschutz. "In den beiden Zonen wurden zusätzlich Steine, Sand und Totholz angehäuft", erklärt Inhaber Friedhelm Hensen. Der Sand sei zur Eiablage wichtig. Steine und Holz bieten gute Versteckmöglichkeiten, auch Sonnenplätze und Schatten, wenn es den Reptilien beim Sonnen zu heiß wird.

Umringt ist alles von Reptilienschutzzäunen, die selbst die maximal 24 Zentimeter langen Kletterkünstler nicht überwinden können. "Außerhalb der beiden Zonen haben wir Fallen eingerichtet. Dafür wurden Fangeimer in die Erde eingegraben und mit Reptilienbrettern überdeckt", verrät Diplomingenieurin Nicole Ließ.

Alle zwei Tage kontrollieren die Mitarbeiter des Büros jetzt die Fallen, finden mal nur eine ganz junge, winzige Zauneidechse wie am vergangenen Freitag, manchmal auch gleich ein halbes Dutzend Große. "Die Tiere aus den Eimern werden dann behutsam in die Schutzzonen gebracht und wieder ausgesetzt", ergänzt Marvin Löwe aus Dölitz, der zurzeit sein freiwilliges ökologisches Jahr bei der Firma Hensen absolviert. Von Anfang August bis Ende September soll um die Schutzzonen herum gebaut werden. Nach Ende der Gesamtbauzeit werden die Zäune entfernt, so dass die Tiere ab dem nächsten Jahr wieder die vollständige Fläche besiedeln können.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.07.2013

Jens Rometsch

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