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Lokales Gute Wasserqualität im Leipziger Seenland – keine Hinweise auf Algenprobleme
Leipzig Lokales Gute Wasserqualität im Leipziger Seenland – keine Hinweise auf Algenprobleme
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12:29 02.06.2017
Badegäste am Cospudener See, südlich von Leipzig. (Archivfoto)  Quelle: André Kempner
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Leipzig

 Die Wasserqualität in den Badeseen rings um Leipzig ist laut aktueller Untersuchungen hervorragend. Sowohl Bundesumweltamt als auch die sächsische Gesundheitsbehörde attestierten Cospudener See, Kulkwitzer See und Co. zuletzt Bestwerte. Dass trotzdem mitunter an den Stränden auch in dieser frühen Sommerphase schon verstärkt Algen beobachtet werden, ist laut Leipziger Gesundheitsamt nicht ungewöhnlich.

„Es gibt in Gewässern sehr unterschiedliche Wasserschichten, kältere und wärmere. Durch verschiedene Einflüsse kommt es zur Durchmischung, wie auch bei starkem Wind oder Starkregen. Das kann zur Folge haben, dass sich auch Algen in bestimmten Bereichen an der Oberfläche sammeln“, erklärte Nils Lahl, Sachgebietsleiter der Gesundheitsbehörde, gegenüber LVZ.de. In der Regel sei das aber nicht dauerhaft, verschwinden die Algen dann wieder.

Konkret wird der Cospudener See von der Leipziger Behörde überwacht und dabei sind auch regelmäßige Proben Pflicht. Nach Hinweisen auf solche Algen hätten Mitarbeiter zuletzt wieder Tests durchgeführt und dabei nichts Bedenkliches gefunden. „Aktuell ist das Wasser im Cospudener See nicht zu beanstanden“, so Lahl weiter. Sollte der Sommer weiter heiß bleiben, kann sich das aber auch ändern. „Vor allem bei langen Hitzeperioden kann es auch passieren, dass verstärkt Algen im Wasser auftauchen und die Seen umzukippen drohen. Das haben wir aber im Blick“, so der Gesundheitsexperte.

Gewässer nach langen Hitzephasen gefährdet

Beim Umkippen eines Sees leidet das Gewässer an akutem Sauerstoffmangel. Dies ist häufig die Folge einer umfangreichen und durch äußere Einflüsse wie unnatürliche Nährstoffzufuhr noch verstärkten, sogenannten Algenblüte. Im Prozess des Absterbens der Pflanzen wird Sauerstoff benötigt, bei zu großen Mengen an Biomasse reduziert sich der Sauerstoffgehalt. Dann werden Bakterien aktiv, die keinen Sauerstoff benötigen, dafür unter anderem merklich Fäulnisgase absondern. Vor allem nach langen Hitzephasen kann es in stehenden Gewässern zu solchen Kettenreaktionen kommen. Dann müssen unter Umständen auch Strände gesperrt werden.

Nach Angaben des sächsischen Gesundheitsamtes gibt es bisher in den Seen rings um Leipzig aber keine Gefahr von Massenentwicklungen der Algen und auch keine Anzeichen auf Cyanobakterien, die bei Algenblüten auftreten. Aktuelle Messwerte des Amtes – unter anderem auch zur Konzentration von Darmbakterien in den Gewässern – werden regelmäßig im Internet veröffentlicht.

Von Matthias Puppe

Aktuelle Messdaten aus den Seen rings um Leipzig

Cospudener See: Messdaten

Kulkwitzer See: Messdaten

Markkleeberger See: Messdaten

Albrechtshainer See: Messdaten

Ammelshainer See: Messdaten

Weitere Informationen zur Qualität der Badegewässer in Deutschland auf der Internetseite des Umweltbundesamtes.

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