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Guttenberg-Demo wird in Leipzig zum Flop - Vater bezeichnet Kritik als "Menschenjagd"

Guttenberg-Demo wird in Leipzig zum Flop - Vater bezeichnet Kritik als "Menschenjagd"

Es sollte der große Demonstrationstag der Facebook-Gruppe "Wir wollen Guttenberg zurück" werden. In mehreren deutschen Städten wollten Mitglieder der mehr als 570.000 Guttenberg-Fans des Netzwerkes um 13 Uhr für die Rückkehr des zurückgetretenen Verteidigungsministers in sein Amt auf die Straße gehen.

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Keine Demoteilnehmer in Leipzig. Weder hinter noch vor dem Gewandhaus waren am Sonnabend Sympathisanten für Guttenberg zu sehen.

Quelle: Regina Katzer

Berlin/Leipzig. Einer der Protestorte sollte auch Leipzig sein. Treffpunkt: Rückseite des Gewandhauses hinter dem Augustusplatz.

Das hat nicht funktioniert. Während dort Wochenendeinkäufer mit voll gepackten Tüten vorbeiliefen, war von Guttenberg-Fans nichts zu sehen. Kein Transparent, keine Menschenansammlung, keine Protestrufe. Auch in anderen Städten hielten sich die Sympathiebekundungen in Grenzen.

Die größte Solidaritätskundgebung fand am Samstagmittag in Guttenbergs gleichnamigem Heimatort statt. In der oberfränkischen Gemeinde Guttenberg versammelten sich nach Schätzungen der Polizei rund 1500 Guttenberg-Fans, die Veranstalter sprachen sogar von 4000.  Unter den Demonstranten war auch der Vater, der Dirigent Enoch zu Guttenberg. Die Kritik an seinem Sohn in der Plagiatsaffäre bezeichnete der 64-Jährige als „Menschenjagd“.

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Berlin/Leipzig. Es sollte der große Demonstrationstag der Facebook-Gruppe "Wir wollen Guttenberg zurück" werden. In mehreren deutschen Städten wollten Mitglieder der mehr als 570.000 Guttenberg-Fans des Netzwerkes um 13 Uhr für die Rückkehr des zurückgetretenen Verteidigungsministers in sein Amt auf die Straße gehen. Einer der Protestorte sollte auch Leipzig sein. Dort waren keine Guttenberg-Sympathisanten auszumachen. Auch in anderen Städten blieben die Teilnehmerzahlen hinter den Erwartungen zurück.

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„Dieser Geifer und Jagdrausch der politischen Gegner macht Angst um das Verbleiben der Mitmenschlichkeit in unserem Land“, sagte Enoch zu Guttenberg. Die Schläge unter die Gürtellinie seien so massiv gewesen, dass sie für alle in der Familie schwer zu ertragen gewesen seien. Er richtete auch Grüße seines Sohnes aus. „Er schickt Ihnen sein Herz und verspricht Ihnen seine Treue.“

In München forderten nach Polizeiangaben rund 500 Menschen: „Wir wollen Guttenberg“, in Rosenheim gingen etwa 300 Anhänger des CSU-Politikers auf die Straße. In Berlin versammelten sich statt der erwarteten 1000 Fans dagegen nur ein paar Dutzend Spötter vor dem Brandenburger Tor. Sie trugen Plakate mit Aufschriften wie „Jetzt oder nie: Monarchie“ oder „Gutti for Kaiser“. Einzelne Unterstützer des CSU-Politikers konnten sich gegen die lautstarke Spott-Demo nicht durchsetzen.

Auf dem Hamburger Gänsemarkt zählte die Polizei rund 350 Fans und 150 Gegendemonstranten, die auf Plakaten unter anderem „Schluss mit den Doktorspielchen“ forderten. Die Veranstalter - die Junge Union Geesthacht - hatte mit 1000 Unterstützern gerechnet. In Frankfurt am Main standen laut Polizei 80 Guttenberg-Anhänger etwa 25 Kritikern gegenüber, in Köln verlangten 50 überwiegend älterer Demonstranten eine Rückkehr des Ex-Ministers. Die Kundgebung wurde von zehn Gegendemonstranten aus dem linken Spektrum begleitet.

Im Verlaufe des Tages tauchten im Internet immer wieder Spekulationen auf, wonach die Mitgliederzahl der Facebook-Gruppe gefälscht sei. Inwieweit es sich nicht um echte „Unterstützer“ handelt, ist aber bislang offen.

mro/dpa

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