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Lokales Gymnasium Telemannstraße: Interim ab 2015 im Zentrum Nord - Lange Schulwege
Leipzig Lokales Gymnasium Telemannstraße: Interim ab 2015 im Zentrum Nord - Lange Schulwege
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20:03 15.10.2014
Entwurf für den Neubau von Gymnasium und Turnhalle in der Telemannstraße. Quelle: Stadt Leipzig
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Leipzig

Außerdem geht schon im kommenden Sommer das im Bau befindliche Gymnasium Telemannstraße ans Netz, nämlich mit einem Vorinterim im Zentrum-Nord. Wieder müssen Eltern und Kinder lange Schulwege in Kauf nehmen.

Ab dem Schuljahr 2017/18 sollen dort Kinder unterrichtet werden. Die Kapazitäten werden aber sofort gebraucht. Deshalb geht mit dem kommenden Schuljahr das Interim im Zentrum Nord in Betrieb, und zwar im ehemaligen Gebäude der Erich-Kästner-Grundschule in der Erfurter Straße 14. "So einen Ärger wie um die Zwischenlösung Schönefeld im vergangenen Jahr darf es nicht wieder geben", so Ute Köhler-Siegel, bildungspolitische Sprecherin der SPD. Die Eltern müssten rechtzeitig informiert werden. Die Vorlage für den Stadtrat zu diesem Zeitpunkt sei ein erster Schritt.

Grundschüler und Gymnasiasten unter einem Dach

Offenbar ist der Standort nördlich der City aber nur die zweitbeste Lösung. "Eigentlich war für das Vorinterim das ehemalige Gebäude der Pablo-Neruda-Grundschule am Bayrischen Bahnhof vorgesehen", so Ute Köhler-Siegel, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion. Der Standort läge deutlich näher an der Telemannstraße, "ist ja nun aber anders belegt." Es sei schade, "dass die Schüler nun recht weite Wege in Kauf nehmen müssen."

Die Sozialdemokratin fürchtet ein Durcheinander mit Ansage. So wird das Vorinterim erst einmal als Außenstelle des gefragten Schiller-Gymnasiums geführt. Wer das Schiller will, wird das Interim künftig mit auf die Auswahlliste an die Bildungsagentur setzen, um nicht den Weg nach Schönefeld machen zu müssen. Das dortige Interim des künftigen Gymnasiums Gorki-Straße hatte im Sommer für Unbill gesorgt, weil die Bildungsagentur Kinder aus den überbelegten Schulen im Süden dorthin umgelenkt hatte.

Ist das Telemann-Gymnasium erst einmal fertig, könnte es viele Wechselwünsche zwischen den Gymnasien geben, so Köhler-Siegel in ihrer Stellungnahme im Stadtrat. Dazu kommt, das im Gebäude Kästner-Schule auch immer noch Grundschüler unterrichtet werden, weil der neu gebaute Standort schon wieder aus allen Nähten platzt.

Ab 2017/18 brauchen die neuen Gymnasiasten auch Fachkabinette für Chemie und Physik. Spätestens dann würde das gemeinsame Raumkonzept mit den Grundschülern nicht mehr aufgehen. Eine Alternative sieht aber auch Köhler-Siegel nicht. "Ich wünsche der neuen Schule die planmäßige Fertigstellung", so die Bildungs-Expertin.

Das Telemann-Gymnasium im Leipziger Süden soll fünfzügig aufgebaut werden und ist als viergeschossiger Stahlbetonbau für rund 25 Millionen Euro geplant. Die Bauarbeiten laufen planmäßig, hieß es am Mittwoch im Stadtrat.

Evelyn ter Vehn

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