Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales HHL Leipzig: „Wir haben 50 Nationen auf dem Campus“
Leipzig Lokales HHL Leipzig: „Wir haben 50 Nationen auf dem Campus“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 09.06.2017
Richtet die HHL Leipzig immer mehr international aus: Rektor Andreas Pinkwart. Quelle: André Kempner
Anzeige
Leipzig

Die HHL Leipzig Graduate School of Management wurde kürzlich von der Deutschen Hochschulrektorenkonferenz und der Alexander-von-Humboldt-Stiftung als eine der besten internationalen Hochschulen in Deutschland gekürt. Und nach einem Ranking der britischen Wochenzeitschrift „The Economist“ zählt die Leipziger Hochschule zu den sechs besten der Welt. Teil des Erfolgs ist die konsequente internationale Ausrichtung der HHL. Wie die konkret aussieht, erklärt Rektor Andreas Pinkwart im Interview.

An der HHL wurde vor Kurzem ein Internationaler Beirat gegründet. Wozu?

Das Dorf Erde wächst immer mehr zusammen; es gibt keine Alternative zu einer noch stärkeren internationalen Zusammenarbeit. Im Schnitt kommt mittlerweile jeder dritte HHL-Student aus dem Ausland. Dazu kommen noch unsere Austauschstudenten. Insgesamt haben wir etwa 50 Nationen auf unserem Campus. Wir sind seit vielen Jahren eine der internationalsten Hochschulen in Deutschland und in Europa mit einem globalen Netzwerk, das wir vorantreiben und profilieren: Als Brücke zur Welt für unsere deutschen Studenten und umgekehrt als Netzwerk-Knoten für jene in der Welt, die sich mit Deutschland und Europa vernetzen wollen. Wir arbeiten mit internationalen Kollegen und Studenten an spannenden Themen, um globale Fragen besser beantworten zu können. Junge Menschen aus Asien oder Amerika sehen viele Dinge anders – auch kulturell bedingt.

Also raus aus dem eigenen Saft, in dem man sonst manchmal schmort. Haben Sie ein Beispiel dafür?

Wir haben unlängst ein Innovationsprojekt in Kooperation mit einem namhaften deutschen Sportwagenhersteller durchgeführt. Dabei haben wir mit vier Teams an Zukunftsthemen gearbeitet – 25 Studenten aus 14 Nationen. Es ging dabei zum Beispiel um das Fahrerlebnis der Zukunft, bei dem unterschiedliche Kulturen eine große Rolle spielen. Die Vorschläge aus den internationalen Teams fanden viel Anklang bei den Entscheidern. Einige davon werden nun auch konkret umgesetzt. Zum Teil mit Unterstützung auch der internationalen Studierenden.

Welche globalen Themen sind es noch, die sich international besser bearbeiten lassen oder bei denen man sich woanders etwas abgucken kann?

Zum Beispiel mit Blick auf die Gesundheitsversorgung, beim Klimawandel und der Energieversorgung sowie der Cyber-Sicherheit. Oder auch bei den modernen Dienstleistungen. Etwa bei Mobile Services in Afrika. Wir haben eine nahezu perfekte Infrastruktur, die allerdings noch in der analogen Welt entwickelt wurde. Andere Länder überspringen diese Entwicklungsstufe und wandern gleich weiter zu den digitalen Lösungen. Es geht also immer auch darum, kreativ voneinander zu lernen.

Wie viele Partnerhochschulen hat die HHL?

130.

Kann man mit 130 Partnern zusammenarbeiten?

Ja! Das ist ein sehr komplexes Geflecht, aber es funktioniert. Unser Grundsatz lautet: Jeder Student in unseren Vollzeitprogrammen muss für ein Semester ins Ausland gehen – im Gegenzug schickt die Austausch-Uni einen Studenten an die HHL. Und: Maximal gehen zwei Studenten an eine Partnerhochschule, damit es keine Grüppchenbildung gibt und sich nicht zehn deutsche Studenten über Bundesliga-Ergebnisse unterhalten. Deshalb haben wir über all die Jahre zusätzliche hervorragende Partnerhochschulen. Mit mehreren von ihnen haben wir Doppel-Diplom-Abkommen, bei anderen steht das gemeinsame Forschungsinteresse im Mittelpunkt. An der Fakultät haben wir mehrere internationale Professoren; es gibt bei uns zum Beispiel einen der wenigen Lehrstühle in Europa, der vom indischen Staat mit dem Ziel der engeren Forschungskooperation gefördert werden. Im Herbst kommt John E. Morton zu uns, der unter dem früheren US-Präsidenten Barack Obama Berater für den Bereich Nachhaltigkeit und Klimawandel war. Wir konnten einen Kollegen aus Syrien in der Fakultät aufnehmen. Dass wir darüber hinaus viele internationale Forscher an der Fakultät und einen globalen Campus haben, ist Teil unserer Internationalisierungsstrategie.

Von Björn Meine

Mehr als 8000 Euro hat die Stiftung Bürger für Leipzig per Sparschwein-Aktion gesammelt, um Hortkinder mit Bildungspaten auf „Wunderfinder“-Exkursionen zu schicken.

07.06.2017

Nach dem sehr gut besuchten Ökumenischen Gottesdienst am Montag auf dem Markt zieht Stadtfest-Gesamtorganisator Bernd Hochmuth (64) ein positives Fazit: „Es war ein gelungenes Fest, wir sind sehr zufrieden. Hätte es am Sonnabend nicht zwei Stunden geregnet, wäre es ein Superlativ geworden", sagte er am Sonntag.

05.06.2017

Mit einem emotionalen Appell wendet sich jetzt die Familie der seit Wochen vermissten 55-Jährigen aus Taucha an die Öffentlichkeit. „Uns bleibt nur dieser Versuch“, heißt es.

22.02.2018
Anzeige