Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales HTWK-Labor als Krimi-Kulisse: Soko Leipzig bekommt es mit Robotern zu tun
Leipzig Lokales HTWK-Labor als Krimi-Kulisse: Soko Leipzig bekommt es mit Robotern zu tun
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:54 06.03.2018
Dreh die Krimi-Serie „Soko Leipzig“ an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Quelle: Robert Weinhold
Anzeige
LEIPZIG

Tötete die Aggression oder der Algorithmus? Auch auf diese Frage gibt es eine Antwort, wenn am Freitag ab 22 Uhr die Folge 345 der ZDF-Krimiserie „Soko Leipzig“ über den Bildschirm flimmert. „Ein Fall für Rettig“ liegt an – und diesmal gerät die Firma „Mondo Robotics“ ins Visier der Ermittler. Schon Mitte August 2016 waren dafür Szenen in den Kasten geholt worden. Drei Tage parkten damals Transporter voller Technik, Garderobe und Catering am Nieperbau der Leipziger Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) auf dem Campus in Connewitz. HTWK-Professor Detlef Riemer beriet fachlich. „Ich wurde eingebunden, was die Drehbuchentwicklung rund um das Thema Robotik betraf“, beschreibt er seinen Einstieg ins Filmgeschäft. Die Produktionsfirma ihrerseits war für die bereitgestellten Räumlichkeiten und die Hilfe am Set dankbar. „Wir haben viel über künstliche Intelligenz gelernt“, meint Producerin Josepha Herbst.

Drehtermine gibt es an Leipziger Hochschulen und Forschungseinrichtungen zwar nicht alle Tage, aber hin und wieder schon. Meist sind sie Kulissen für Krimis. Ton ab, Kamera läuft: Auch die Uni war schon Schauplatz für die Verbrecherjagd der „Soko Leipzig“. Mal diente das Seminargebäude auf dem City-Campus als Handlungsort, mal das Uni-Klinikum – wobei das mittlerweile abgerissene Bettenhaus als bevorzugte Location galt. Für den „Tatort“ aus Leipzig kam der Campus am Augustusplatz beispielsweise gelegen, als die Folge „Schwarzer Afghane“ als 60. Tatort des MDR in Szene gesetzt wurde. Natürlich blieben auch der Uni-Pathologie diverse Drehtermine nicht erspart, weil der Obduktionssaal bestens in die Dramaturgie passte. Allerdings wurde in den Szenen meist so getan, als würden sie in der Rechtsmedizin spielen.

Dem Gesetz der (Fernseh)-Serie folgend, bekommt die Uni-Veterinärmedizin ab und zu Besuch von Filmleuten, die für ARD-Serie „Tierärztin Dr. Mertens“ Fortsetzungen produzieren. Das Studienkolleg in der Lumumbastraße wurde schon für den Spielfilm „Buddha’s little Finger“ sowie für den abendfüllenden Kino-Dokumentarfilm „Bonne Nuit Papa“ genutzt.

Zu Zeiten des kalten Krieges spielte Leipzigs Uni 1966 im Hitchcock-Spionagethriller „Der zerrissene Vorhang“ eine tragende Rolle. Wenngleich die entsprechenden Szenen nicht vor Ort, sondern fernab der DDR im Studio aufgenommen wurden. Verdichtet ist die Story so gestrickt: Der US-Atomphysiker Professor Michael Armstrong (Paul Newman) will sich an der hiesigen Uni brisante Formeln besorgen, die er für ein Raketenabwehr-Projekt namens „Gamma 5“ braucht. Ein gewisser Professor Lindt gilt dafür in Leipzig als Fachmann – und gibt sein Wissen leutselig preis.

Von Mario Beck

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die fachärztliche Betreuung pflegebedürftiger Menschen in Sachsen ist laut Barmer-Ersatzkasse im bundesweiten Vergleich „beispielhaft“. So liege der Freistaat etwa bei der zahnmedizinischen Behandlung an der Spitze.

18.01.2017

Erneut Geflügelpest-Befund in Leipzig: Am Palmengartenwehr ist ein Wildvogel an Vogelgrippe gestorben. Ein neuer Sperrbezirk wurde eingerichtet.

18.01.2017

Im Verbund kommunaler Kinder- und Jugendhilfe (VKKJ) hängt offenbar mehr als nur der Haussegen schief. Mitarbeiter sprechen von „Drohungen, Mobbing, Ermahnungen, Abmahnungen“. Die Betriebsleitung wirft dem Personalrat vor, den Streit um Nachtbereitschaften zum „Kriegsschauplatz“ zu machen.

17.01.2017
Anzeige