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Lokales HTWK Leipzig: Roberta-Zentrum in der Warteschleife
Leipzig Lokales HTWK Leipzig: Roberta-Zentrum in der Warteschleife
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00:02 27.04.2018
In Kooperation mit der Roberta-Initiative gibt es an der HTWK zwar schon einige Projekte wie den im Bild zu sehenden Ersti-Robo-Biathlon, aber das an der Hochschule geplante Roberta-Regio-Zentrum kam bisher nicht zustande. Quelle: HTWK
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LEIPZIG

Der Eröffnungstermin war schon fixiert: Am 14. September 2017 sollte an der Leipziger Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) ein Roberta-Regio-Zentrum eröffnet werden und Sachsen damit die erste Einrichtung dieser Art bekommen. Roberta steht für eine bundesweite Initiative zum Lernen mit Robotern, bei der Schüler für solcherart Technik begeistert werden – mit Kursen, Workshops und Projekttagen. Dem Nachwuchs für die digitale Welt soll so auf die Sprünge geholfen werden.

Sachsen hinkt hinterher

Unter der Federführung des Fraunhofer-Institutes für intelligente Analyse- und Informationssysteme, das in Sankt Augustin bei Bonn seinen Sitz hat, sind dafür schon viele Akteure im Boot. Zertifizierte Roberta-Regionalzentren (RRZ) gelten als die Netzwerkkerne in den Bundesländern, auch im Osten sind sie schon vertreten – an den Unis in Ilmenau, Magdeburg und Cottbus.

Sachsen hinkt hinterher, mit der RRZ-Etablierung an der HTWK sollte sich das ändern. Aber die geplante Einweihung im letzten Jahr wurde wegen „unvorhergesehener formaler Probleme“ abgeblasen und auf unbestimmte Zeit vertagt.

Unter dem Roberta-Label laufen an der HTWK zwar schon seit Längerem Aktivitäten wie der Robo-Biathlon, bei dem Erstsemester jüngst Roboter zum Transport von Kugeln konstruierten und programmierten, doch für ein RRZ als fester Institution reicht die Kraft nicht aus.

Gründungsfinanzierung gefordert

Auf LVZ-Anfrage hieß es aus dem Rektorat, bei den Vertragsverhandlungen mit dem Fraunhofer-Institut in Sankt Augustin habe sich gezeigt, dass die Hochschule die einzugehenden Verpflichtungen nicht nachhaltig sicherstellen kann. Gefordert werden unter anderem eine solide Gründungsfinanzierung, die Anschaffung von mindestens zehn Roboter-Baukästen sowie bestimmte Standards bei der räumlichen und personellen Ausstattung.

Da es im Freistaat noch kein entsprechendes Förderprogramm gibt, sei ein solches Zentrum nur mit einem starken Partner machbar, erklärte die Hochschulleitung. Derzeit werde aktiv nach einer Lösung gesucht und es gebe bereits „vielversprechende Signale“. Wenn sich der nun favorisierte Weg als tragfähig erweist, könnte das RRZ dann bei dem betreffenden Partner, der noch nicht namentlich benannt wurde, angesiedelt sein.

Auf der Roberta-Homepage der HTWK wird Optimismus verbreitet und nach der geplatzten Einweihung 2017 nun eine für dieses Jahr in Aussicht gestellt. Allerdings ohne konkrete Datumsangabe. Ende Januar stand das Roberta-Problem auch auf der Tagesordnung bei einem Arbeitstreffen des MINT-Netzwerkes Leipzig. Unklar bleibe, „ob sich die offensichtlich an verschiedenen Stellen diskutierten alternativen Optionen für das Zentrum so wie angedacht realisieren lassen“, hieß es bei der Sitzung.

Von Mario Beck

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