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Lokales HTWK-Studenten führen virtuell durch die Stadt und ihre Geschichte
Leipzig Lokales HTWK-Studenten führen virtuell durch die Stadt und ihre Geschichte
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00:37 20.09.2015
Die einstige Universitätssternwarte im Johannistal. Quelle: web
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LEIPZIG

1000 Jahre Leipzig – passend zum großen Jubiläum sorgen Medientechnik-Studenten der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) für einen informativen multimedialen Auftritt, bei dem sich trefflich durch die Stadtgeschichte wandern lässt. Mit Texten, Bildern, Videos, interaktiven Karten und Animationen ist die Internetseite stadt-leipzig.htwk-leipzig.de bestückt. Die Bandbreite der Themen reicht von Eisenbahn, Kultur und Bildung, Natur und Wirtschaftsgeschichte bis hin zur Vorstellung einzelner Stadtteile. Plagwitz und Stötteritz sind bisher vertreten, aber dabei soll es nicht bleiben.

Das Projekt ist langfristig angelegt, in jedem Semester kommen neue Kapitel hinzu. So wollen die Kommilitonen sich alsbald den Brücken in Leipzig zuwenden und das Thema Tanz und Ballet in die Web-Seite integrieren. Per Mobile Guide sind die Informationen in komprimierter Form auch via Smartphone abrufbar, wobei sich die Nutzer ihre jeweilige Entfernung zu den beschriebenen Sehenswürdigkeiten anzeigen lassen können. Wer bei dem Online-Streifzug in die hiesige Eisenbahnhistorie eintaucht, wird nicht nur mit vielen Fakten und Illustrationen bedient. Unter dem Label „Zeitgleis“ gibt es einen Einspieler, der von einer verzweifelten Liebe im Leipzig der 1920-er Jahre handelt. Am Bahnhof Stötteritz beginnt das Abenteuer am Schienstrang mit Happy-End, bei dem Studenten schauspielern.

Klick für Klick lässt sich durch die Vergangenheit und Gegenwart wandeln, durch Markthallen, Handelshöfe, Wirtshäuser oder Parkanlagen. Filmisch geht es durch Plagwitz, die Völkerschlacht lebt auf, das an sie erinnernde Denkmal wird ebenso eingehend beschrieben wie viele andere Bauwerke, die das Stadtbild prägen. Universität, Uni-Klinikum und HTWK werden vorgestellt, das legendäre Hotel Astoria bedacht und ein Schwenk auf die Oper und Leipzigs Hochhäuser unternommen. Aber es geht noch höher hinaus – bis ins Universum.

Denn dem wurde sich einst an der Universitätssternwarte zugewandt. Kreativ haben die HTWK-Macher dieses Kapitel der Wissenschaftsgeschichte aufbereitet. Dezent musikalisch mit der Mondscheinsonate unterlegt, läuft die Animation an, das Firmament zieht vorüber und alsdann episodisch das Werden und Wachsen des Observatoriums und sein Niedergang. Anno 1790 war die Uni-Sternwarte auf dem Dach der Pleißenburg eingerichtet worden, gut 70 Jahre später erwies sich der Standort als nicht mehr zeitgemäß.

Das Laternenlicht machte den Himmelskundlern in der Nacht bei ihren Beobachtungen zu schaffen und es war zu eng. Ein anderes Domizil musste her. Im Johannistal, abseits der Kernstadt, wurde die neue Sternwarte errichtet und dann stetig erweitert. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie durch Bombentreffer teilweise zerstört, 1956 der Beobachtungsbetrieb ganz eingestellt.

Auch interaktive Mitmachangebote tummeln sich auf der Web-Seite – kleine Spiele und Quiz-Runden sind bei diversen Themen integriert.

Von Mario Beck

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