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Lokales Händler und Gastronomen geben Leipziger Weihnachtsmarkt Bestnoten
Leipzig Lokales Händler und Gastronomen geben Leipziger Weihnachtsmarkt Bestnoten
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22:52 17.12.2014
Glückliche Besucher, weitestgehend zufriedene Händler und Gastronomen: Noch bis zum 23. Dezember können sich die Besucher des Leipziger Weihnachtsmarktes auf die Festzeit einstimmen. Quelle: André Kempner
Leipzig

Aber nicht nur das Publikum ist begeistert. Auch bei Händlern und Gastronomen herrscht vorwiegend Zufriedenheit. Anlass zur Kritik bot vor allem die Praxis der Standvergabe. Das ergab eine Studie von Studenten der Leipziger Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK).

Danach stellten drei Viertel der Befragten dem Weihnachtsmarkt ein Vorzeige-Zeugnis aus. Sie gaben ihm die Noten eins und zwei. Dekorationen und Ambiente sind nahezu perfekt. Knapp jeder Dritte wünscht sich jedoch eine größere Angebotspalette. 68 Prozent sind mit dem ihnen zugewiesenen Standort zufrieden. Während die Erreichbarkeit des Marktes mit Bus und Bahn auf ein nahezu einhellig positives Urteil stieß, halten nur 39 Prozent die vorhandenen Parkmöglichkeiten für ausreichend. Mit den Standgebühren ist nur ein Viertel zufrieden oder sehr zufrieden.

Eine Verlängerung des Weihnachtsmarktes über die Festtage und den Jahreswechsel hinaus, was immer mal wieder in der Stadt diskutiert wird, findet unter den meisten der Gewerbetreibenden keinen Anklang. 82 Prozent halten die Dauer des Weihnachtsmarktes, der auch in diesem Jahr am 23. Dezember seine Pforten schließt, für völlig ausreichend.

Bei der anonymen Befragung konnten auch konkrete Hinweise unterbreitet werden. "Mehr als jeder Dritte wünscht sich eine transparentere Vergabe", sagt Mike Demmig, einer der an der Umfrage beteiligten Studenten. So würden "exklusive Standvergaben" nicht begründet. Dass die gesamte Organisation des Marktplatzes ohne Ausschreibung an einen Händler vergeben wurde, ist einzelnen ebenfalls ein Dorn im Auge. Mehr als jedem fünften Marktteilnehmer fehlt ein Alleinstellungsmerkmal. Es bedürfe eines verbesserten Rahmenprogrammes und eines Beschallungskonzeptes. Auch sind mehr Angebote für Familien mit Kindern gefragt, Weihnachtsbasteln oder -bäckerei fehlten ganz.

Ein Stimmungsbild will nun auch die Stadtverwaltung von den Händlern einholen. "Wir haben zusammen mit der IHK einen Fragebogen entwickelt", sagt Marktamtsleiter Walter Ebert, "den werden wir im Januar verschicken." Den Vorwurf der Intransparenz kann er nicht nachvollziehen: "Wir haben hier 250 Händler. Absolute Gleichbehandlung ist unsere oberste Prämisse. Die Preisliste ist im Internet veröffentlicht." Allerdings habe kein Händler ein Anrecht auf einen Wunsch-Standplatz. Und was den Markt betrifft, auf dem ein Anbieter die Gesamtorganisation wahrnimmt - dazu erklärt Ebert: Käthe Wohlfahrt, ein auf Weihnachtsdekorationen spezialisiertes Familienunternehmen aus Rothenburg ob der Tauber, sei seit 1993 Mitveranstalter des Weihnachtsmarktes. Dies habe sich bewährt. Außerdem sei die Firma im Besitz der Marktbuden.

Die HTWK hatte für die Umfrage im vergangenen Jahr 73 von 250 Händlern, Gastronomen, Handwerkern und Schaustellern auf dem Weihnachtsmarkt befragt und nun die Ergebnisse bekanntgegeben. Momentan läuft im Rathaus die Auswertung einer aktuellen Umfrage unter Besuchern des Weihnachtsmarktes. Schon heute zeichnet sich ab: "Es gibt ein positives Feedback", freut sich der Marktchef.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.12.2014

Klaus Staeubert

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