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Lokales Härtel-, Emilien-, Liebigstraße – Leipziger Radfahrer fordern Verbesserungen
Leipzig Lokales Härtel-, Emilien-, Liebigstraße – Leipziger Radfahrer fordern Verbesserungen
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09:50 23.04.2016
Politiker der Grünen und Vertreter des ADFC lassen sich von Amtsleiter Michael Jana (rechts) neue Gestaltungsmöglichkeiten erklären.  Quelle: Foto: André Kempner
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Leipzig

Bei der Umgestaltung von Karl-Liebknecht-Straße und Peterssteinweg ist unbeabsichtigt ein gefühlter Unfallschwerpunkt entstanden. Denn durch den Bau der neuen Haltestelle Münzplatz haben sich die Fahrbeziehungen dort verkompliziert. Vor allem Radfahrer, die von der Härtelstraße über den Peterssteinweg in Richtung Straße des 17. Juni oder in die Gegenrichtung wollen, klagen: Die Situation sei für sie unübersichtlich. Auch das grobe Steinpflaster des Münzplatzes sei schikanös – nicht nur für Radfahrer, sondern auch für Fußgänger mit Rollkoffern, Rollatoren, Kinderwagen oder Rollstuhlfahrer.

Auch die an der Karli verlegten Drei-Zentimeter-Borde würden Konfliktpotenzial bergen. Um dort und anderswo Verbesserungen auf den Weg zu bringen, hatte der Kreisverband der Grünen in dieser Woche eine gemeinsame Radtour mit Verkehrsexperten der Stadtverwaltung organisiert, an der auch Vertreter des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) teilnahmen. Für die Härtelstraße wurde dabei noch keine Lösung gefunden: Verkehrs- und Tiefbauamtsleiter Michael Jana betonte, dass es nicht möglich sei, dort die Verkehrssituation für alle Verkehrsteilnehmer optimal zu gestalten. Zur Kritik an der Pflasterung merkte er an, dass darüber in der Stadtverwaltung noch einmal grundsätzlich nachgedacht werden müsse.

Angesteuert wurde auch der Bayrische Platz, dessen Neugestaltung derzeit von der Stadtverwaltung vorbereitet wird. Dort haben die Grünen die Querung der Liebigstraße in Höhe der Nürnberger Straße als unfallträchtig ausgemacht. Es gebe vor allem Konflikte mit Autofahrern, die in Liebig- oder Brüderstraße abbiegen, hieß es. Amtsleiter Jana sicherte zu, über eine Verbesserung der Verkehrssituation nachzudenken. Die Vorschläge sollen dann der städtischen Arbeitsgemeinschaft Radverkehrsförderung vorgestellt werden.

Massive Kritik gab’s an dem bereits seit langem bestehenden Unfallschwerpunkt Emilienstraße/Höhe Windmühlenstraße. Autofahrer würden dort nicht hinreichend den Rad- und Fußverkehr beachten, hieß es. Bei der angedachten Umgestaltung der Windmühlenstraße müsse dieser Unfallschwerpunkt beseitigt werden. Jana sicherte zu, dass dies geschehen wird.

Die Fahrt führte auch in die Bernhard-Göring-Straße, die als Fahrradstraße im Gespräch ist. Sie könnte dann von Radlern in beide Richtungen durchquert werden und Autofahrer müssten sich nach den Fahrradfahrern richten. „Wir wollen die Bernhard-Göring-Straße möglichst schnell in eine Tempo-30-Zone umwandeln“, kündigte Jana an. „Damit würde dort eine Verkehrsberuhigung eintreten, der gesamte Verkehr könnte in beide Richtungen geführt werden.“ Die Ausweisung als Fahrradstraße sei noch nicht völlig vom Tisch.

In Karl-Liebknecht-Straße und Peterssteinweg wurden die neuen Radfahrstreifen gelobt. Diese würden aber häufig durch parkende Autos blockiert, hieß es. Am Südplatz ständen auch häufig Taxis auf den Radstreifen. Um ein Zeichen zu setzen, sollten Parksünder auch mal abgeschleppt werden, wurde gefordert.

Auch mit der Ampelregelung sind noch nicht alle zufrieden. So wurde angeregt, die Ampelanlage an der Shakespeare- /Braustraße als Bedarfsampel auszuweisen – also so zu programmieren, dass sie nur noch auf Anforderung aktiv wird.

Von Andreas Tappert

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