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Lokales Handy des „Bild“-Chefs mit Wulffs Nachricht kommt nach Leipzig ins Museum
Leipzig Lokales Handy des „Bild“-Chefs mit Wulffs Nachricht kommt nach Leipzig ins Museum
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14:42 27.07.2014
Gibt sein Handy ins Museum: Bild-Chefredakteur Kai Diekmann. Quelle: dpa
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Leipzig

Das Blackberry mit der gespeicherten Botschaft  wird Teil der Ausstellung „Unter Druck! Medien und Politik“, die am 4. Dezember im Zeitgeschichtlichen Forum in Leipzig eröffnet wird. Das meldet das Nachrichtenmagazin Focus.

Die Verhandlungen über das berühmte Exponat hat Hans Walter Hütter, Präsident der Stiftung Haus der Geschichte, geführt. Er war am Sonntag wegen einer Urlaubsreise nicht zu sprechen. Museumschef Rainer Eckert, selbst derzeit in Schweden in den Ferien, wollte die Meldung nicht kommentieren, bestätigte aber auf Anfrage von LVZ-Online die Vorbereitung der Schau. Alle weiteren Fragen beantworte der Stiftungspräsident, das sei im Vorfeld so vereinbart worden, sagte Eckert.

In der Ausstellung könnten sich die Besucher die Nachricht anhören, mit der Wulff einen Artikel zu seinem Hauskauf verhindern wollte, so der Focus. Anschließend gehe das Handy ins Haus der Geschichte nach Bonn.

Die Präsentation beschäftigt sich mit dem Verhältnis von Medien und Politik. Neben dem Mobiltelefon, sollen rund 1000 weitere Exponate auf einer Fläche von 450 Quadratmetern zu sehen sein. Ob Kai Diekmann auch die Eröffnungsrede hält, ist noch offen. Dem Vernehmen nach entscheidet sich erst wenige Wochen vor dem Start, wer am 4. Dezember die einleitenden Worte spricht.

Mit dem Hauskauf-Artikel in der Bild-Zeitung begann die Affäre, die 2012 zu Wulffs Rücktritt führte. Der Bundespräsident wollte die Veröffentlichung im Dezember 2011 verhindern. Da er Chefredakteur Diekmann nicht erreichte, sprach er ihm während einer Reise nach Kuwait auf die Mailbox. Dabei versuchte Wulff die Veröffentlichung zu verhindern und sagte den später häufig zitierten Satz: „Der Rubikon ist überschritten.“

„Es handelt sich bei der Mailbox-Nachricht um ein Dokument der deutschen Zeitgeschichte. Deshalb gehört sie ins Museum“, erklärte der Sprecher des Axel-Springer-Verlages, Tobias Fröhlich.

Matthias Roth/dpa

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