Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Hauptsaison fürs Kinderkriegen
Leipzig Lokales Hauptsaison fürs Kinderkriegen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:06 19.05.2015
Galoppieren auf die Niederkunft zu: Alle vier Przewalski-Stuten im Leipziger Zoo sind derzeit trächtig, zwei von ihnen zeigen schon Anzeichen, dass die Geburt unmittelbar bevorsteht. Bis auf eine Jungstute sind alle erfahrene Mütter und hatten schon mehrmals Nachwuchs. Quelle: Andreas Döring

Ein paar Sorgenkinder sind auch dabei.

Auf der Afrika-Savanne wird stramm gebrütet: Eine Straußenmutter hockt auf einem Nest mit 17 Eiern. Aber nicht alle sind ihre Kinder, sondern die Eier von drei Hennen. "Alle Elterntiere legen ihre Eier ins gleiche Nest. Eine Haupthenne und der Hahn übernehmen gemeinsam Brut und Aufzucht der Jungen", erklärt Kurator Ruben Holland (33). Ebenfalls auf der Savanne laufen zwei trächtige Zebrastuten herum. Bei den Flamingos haben die Pfleger wieder viel Arbeit reingesteckt, damit die Vögel perfekte Bedingungen für Nachwuchs vorfinden. "Wir hoffen, dass es Eier gibt, allerdings ist das bei Flamingos in der Zoowelt generell ein Problem", so der Kurator.

Ihre Nasen noch gar nicht aus der Wurfhöhle gesteckt haben zwei Nasenbärinnen samt ihrer Kinderschar. Vor drei Wochen hat die eine vier-, die andere sechsfachen Nachwuchs bekommen.Die Kleinen sind so klein, dass sie den Krähen zum Opfer fallen könnten. Das trifft auch für den Mini-Pinguin zu, der ebenfalls noch nicht aus der Bruthöhle kommt. Demnächst dürfte ein weiterer Pinguin aus dem Ei klettern.

Generell sollen die Zootiere möglichst ihren natürlichen Lebenszyklus durchwandern. Erschwert durch den Umstand, dass sie sich nur vermehren dürfen, wenn es grünes Licht von den Europäischen Erhaltungszuchtprogrammen gibt. Die Geburten sollen spontan und natürlich verlaufen und menschliches Eingreifen vermieden werden, was nicht immer klappt. So musste Tierarzt Andreas Bernhard (51) am 18. April einer kleinen Thomsongazelle per Kaiserschnitt auf die Welt helfen. Folge ist, dass die Mutter ihr Kind nicht mehr akzeptiert. Darum wird die Kleine per Hand viermal täglich mit Lämmermilch gefüttert, was die Experten eigentlich lieber vermeiden. Auch bei einem Flugfuchs-Kind muss Handaufzucht helfen: Das Jungtier hatte seine Mutter verloren, wurde auf dem Boden gefunden. Beide sollten wieder zusammengebracht werden, jedoch ohne Erfolg. Nun hängt das Fledertier in einem extra Käfig an seinen Füßen, wurde anfangs mit einer Spritze in kleinsten Mengen gefüttert. In Handaufzucht wächst auch ein Hornrabe heran, der im Brutkasten sitzt, aber dort gesund und munter gedeiht. Sein Geschwisterchen ist an einer Jungtierinfektion gestorben.

Der Babyboom im Zoo ist noch lange nicht zu Ende, jeden Tag können die Przewalski-Wildpferde fohlen. Alle vier Stuten sind trächtig, bei zweien gibt es Anzeichen für eine baldige Geburt. Bei Seebären, Schneeleoparden und Präriehunden sind sich die Pfleger nicht ganz sicher, auch da könnte Nachwuchs kommen. Und im September wird ein kleines Nashorn erwartet.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.05.2013

Kerstin Decker

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Stadt Leipzig hat eine Einwohneranfrage von Mike Nagler und Wolfgang Franke zu Cross-Border-Leasing-Geschäften (CBL) abgelehnt. Wie berichtet, baten die beiden Leipziger im Auftrag der globalisierungskritischen Organisation Attac um Aufklärung, welche aktuellen Risiken aus einem solchen Finanzgeschäft der Kommunalen Wasserwerke Leipzig (KWL) im Jahr 2003 bestehen.

11.05.2013

"Eva Schulze" ist eigentlich längst erwachsen geworden und braucht trotzdem eine neue Grundschule. Das Evangelische Schulzentrum Leipzig in der Schletterstraße 7 gibt es bereits seit dem 24. August 1991. Etwa 1128 junge Leipziger lernen in der Bildungsstätte, zu der Grund- und Mittelschule samt Hort und Gymnasium gehören, und verbringen einen Teil ihrer Freizeit dort.

11.05.2013

Im Busverkehr zwischen dem Landkreis und der Stadt Leipzig zeichnen sich Veränderungen ab. Auf der Kreistagssitzung am Mittwoch soll beschlossen werden, dass die Buslinien 100 und 107 nicht mehr von Leobus, einem Tochterunternehmen der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB), gefahren werden, sondern von der kreiseigenen Personenverkehrsgesellschaft Muldental (PVM).

11.05.2013
Anzeige