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Lokales Hausarztpraxis an der Leipziger Uni-Klinik soll Notaufnahme entlasten
Leipzig Lokales Hausarztpraxis an der Leipziger Uni-Klinik soll Notaufnahme entlasten
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08:22 26.05.2016
Die Notfallaufnahme der UKL soll entlastet werden.  Quelle: Leipzigreport
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Leipzig

 Viele Notaufnahmen klagen über steigende Patientenzahlen, obwohl einige Fälle auch von einem Hausarzt behandelt werden könnten. Zwischenzeitlich forderte ein Leipziger Ärztevertreter sogar eine Gebühr zur Abschreckung. Die Universitätsklinik Leipzig (UKL) geht nun andere Wege und will ihre Notfallmediziner durch eine allgemeinmedizinische Hausarztpraxis entlasten, die in unmittelbarer Nähe der Notaufnahme in der Liebigstraße 20 untergebracht ist. Laut UKL werden dort seit Anfang Mai Patienten behandelt.

„Wenn die Patienten nicht akut gefährdet sind oder nicht zwingend eine Behandlung in der Zentralen Notaufnahme benötigen, können sie sich während der Sprechzeiten auch ohne Termin direkt an unsere Praxis wenden“, sagt Internist Werner Graf, der die Hausarztpraxis leitet. Mit der neuen Einrichtung sollen sich die Wartezeiten verkürzen, Patienten können auch ohne Termin kommen. Allerdings hat der Arzt nur wochentags Sprechzeiten und auch nicht immer ganztags. Außerhalb der Öffnungszeiten müssen Patienten sich weiter an die Notaufnahme wenden.

Laut André Gries, Leiter der zentralen Notfallaufnahme am UKL, zählen 15 bis 20 Prozent der Patienten „zu den leichteren Fällen, die auch in einer Hausarztpraxis versorgt werden können“. Die Zahlen steigen in den vergangenen Jahren deutlich an. 2014 wurden am UKL 34.058 Notfallpatienten behandelt, im Jahr 2005 waren es noch 25.226.

Sprechzeiten in der neuen Hausarztpraxis sind am Montag von 9 bis 17 Uhr, am Dienstag von 9 bis 13 Uhr, am Mittwoch von 9 bis 18 Uhr, am Donnerstag von 9 bis 16 Uhr, am Freitag von 9 bis 13 Uhr und nach Vereinbarung.

Von luc

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