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Lokales Hebamme der Uni-Klinik Leipzig vor Gericht - weitere Widersprüche im Prozess
Leipzig Lokales Hebamme der Uni-Klinik Leipzig vor Gericht - weitere Widersprüche im Prozess
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15:30 18.10.2011
Widersprüche im Hebammen-Prozess in Leipzig. Quelle: dpa
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Leipzig

Vielmehr äußerte sich die Hebamme ähnlich wie eine Ärztin, die in der vergangenen Woche vor Gericht ausgesagt hatte. Danach hätten die Eltern des Kindes nicht auf schwere Schmerzen der Schwangeren vor der Geburt hingewiesen.

Angeklagt ist eine 49 Jahre alte Hebamme wegen fahrlässiger Tötung. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, schwere Fehler gemacht zu haben - etwa bei der Überwachung der Schwangeren. Die Mutter hatte einen Gebärmutterriss erlitten, ihr Junge Tony kam im September 2008 nach einer Not-Operation hirntot zur Welt.

Die am Dienstag befragte Kollegin der Angeklagten konnte sich nicht erinnern, dass der Mann der Schwangeren auf deren schwere Schmerzen hingewiesen habe. Die Frau selbst habe ihre Schmerzen nur wie „starke Regelschmerzen“ beschrieben, die nicht über den üblichen Wehenschmerz hinausgingen.

Die 33 Jahre alte Mutter hatte dagegen zum Prozessauftakt ausgesagt, jeder hätte sehen können und müssen, dass sie mit heftigen Schmerzen in die Uni-Klinik gekommen sei. Statt die Herztöne des kleinen Tony dauerhaft zu überwachen, habe man ihr ein krampflösendes Medikament gegeben und sie beruhigt.

Der Prozess soll am 8. November fortgesetzt werden.

dpa

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