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Lokales Heidenauer Bürgermeister kommt nach Leipzig
Leipzig Lokales Heidenauer Bürgermeister kommt nach Leipzig
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17:40 16.09.2015
Vorbereitungstreffen für die 4. Internationale Demokratiekonferenz.  Quelle: André Kempner
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Leipzig

Die 4. Internationale Demokratiekonferenz in Leipzig zieht dieses Jahr noch mehr Besucher aus dem Ausland an. Ziel ist vor allem der Austausch zwischen Politikern und jungen Bürgern.

Mehr als 30 politische Mandatsträger aus Land und Bund haben sich bislang für die Veranstaltung am 25. und 26. September im Haus Leipzig angemeldet (Elsterstraße 22). Koordinator Georg Girardet hofft auf weitere Anmeldungen – gerade in diesen Zeiten. Ein prominenter Gast hat bereits zugesagt: Jürgen Opitz (CDU). Der Bürgermeister der Stadt Heidenau hatte die rechtsextremen Vorfälle vor dem Flüchtlingsheim in seiner Stadt scharf verurteilt, für Weltoffenheit und Toleranz geworben. Er bekam daraufhin Morddrohungen. Weiterer Diskutant: Rupert Neudeck, Gründer der Hilfsorganisation Cap Anamur.

Girardet liegt neben der Teilnahme weiterer Politiker aus Bund und Land vor allem das Bürgerforum am Herzen, das am Sonnabend, 26. September, ab 13.30 Uhr im Haus Leipzig stattfindet. „Jeder, der Interesse hat, mit jungen Leuten zu diskutieren, ist eingeladen“, sagt der frühere Kulturbürgermeister. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Für regen Zulauf werden auf jeden Fall die rund 250 Schüler aus dem In- und Ausland sorgen. Allein die angeschriebenen deutschen Auslandsschulen schicken 45 junge Leute – aus den Niederlanden, aus Belgien, Singapur, der Ukraine. Auch Jugendliche aus Ungarn haben sich angesagt – sie können aber nur kommen, wenn der Zugverkehr zwischen Budapest und Dresden wieder funktioniert.

Girardet und Berit Lahm vom Zentrum für demokratische Bildung der Stadt rechnen mit insgesamt rund 400 Teilnehmern. Schirmherr ist Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU), Veranstalter die Stadt Leipzig.

Girardet will den Austausch zwischen Politikern und jungen Bürgern forcieren. Politiker wüssten oft nicht, was „der Jugend“ wichtig ist. Und umgekehrt sei Jugendlichen der Arbeitsalltag eines Abgeordneten meist fremd. „Die Jugend von heute“ sei keineswegs unpolitisch und egoistisch, meint Girardet. „Viele junge Leute verfolgen sehr genau, was vor ihrer Haustür und in der Welt los ist. Sie sind besorgt – nicht nur um sich selbst.“

Weil Programm-Punkte unter Titeln wie „Podiumsdiskussion“ oder „Forum“ kaum anziehend wirken, kommen bei der Demokratiekonferenz zeitgemäße Kommunikationsformen zum Einsatz: „Speed-Labs“, „Speed-Podien“ oder „Themen-Slams“. Reine Vorträge oder Referate soll es nicht geben. Vor allem gehe es darum, „einander kennenzulernen und ausreden zu lassen“, erklärt Koordinator Girardet. „Ziel ist es, kontinuierlich und nachhaltig auf ein positives Demokratieverständnis und die Aktivierung junger Menschen hinzuwirken.“ Motto der zweitägigen Veranstaltung: „Wir sind Demokratie! Jugend und Politik im Dialog“.

www.demokratiekonferenz-leipzig.de

Von Björn Meine

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