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Lokales Heininger geht in Revision: Neue Runde im Millionen-Skandal der Leipziger Wasserwerke
Leipzig Lokales Heininger geht in Revision: Neue Runde im Millionen-Skandal der Leipziger Wasserwerke
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14:00 27.12.2013
Ex-KWL-Geschäftsführer Klaus Heininger (r.) im Landgericht Leipzig mit seinem Anwalt Uwe Freyschmidt (l.). Quelle: Hendrik Schmidt
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Dresden

Das Gericht hatte den 53-Jähringen am Donnerstag vergangener Woche in einem Wiederholungsverfahren nach mehr als einjähriger Verhandlung wegen Untreue, Bestechlichkeit, Bilanzfälschung sowie Steuerhinterziehung zu einer Haftstrafe von sieben Jahren und fünf Monaten verurteilt. Der 53-Jährige soll 2005 bis 2007 hinter dem Rücken der Aufsichtsgremien riskante Finanzgeschäfte abgeschlossen haben. Der Stadt Leipzig soll dadurch ein Schaden von bis zu 300 Millionen Euro entstanden sein.

Der Prozess war eines der größeren Korruptionsverfahren der Bundesrepublik und wegen seiner langen Dauer auch unter den Wirtschaftsstrafverfahren in Sachsen eine Ausnahme. Zwei mitangeklagte Finanzmakler erhielten Freiheitsstrafen von vier Jahren und zwei Monaten sowie fünf Jahren. Sie sollen Heininger mit rund 3,2 Millionen US-Dollar bestochen haben.

Allerdings saß Heininger schon 39 Monate in Untersuchungshaft. Zudem wurden ihm drei Monate der Strafe wegen der langen Dauer des Verfahrens als schon verbüßt anerkannt. Deshalb ist es theoretisch möglich, dass er ohnehin nicht wieder ins Gefängnis muss. Denn eine Entlassung ist oft möglich, wenn die Hälfte der Strafe verbüßt ist.

Das Dresdner Verfahren war eine Neuauflage. Heininger war Anfang schon 2011 vom Landgericht Leipzig zu vier Jahren und elf Monaten Haft verurteilt worden. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hatte das Urteil aber großteils kassiert, weil einige der Untreuevorwürfe damals nicht untersucht worden waren.

dpa

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