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Lokales Herzensprojekt von Burkhard Jung: Grundsteinlegung am Lindenauer Hafen
Leipzig Lokales Herzensprojekt von Burkhard Jung: Grundsteinlegung am Lindenauer Hafen
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20:54 18.06.2016
Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) und Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau mit den Projektentwicklern bei der Grundsteinlegung des neuen Wohnviertels am Linenauer Hafen Quelle: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

 Am Lindenauer Hafen entsteht ein neues Wohnviertel. Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) und Baudezernentin Dorothee Dubrau (parteilos) legten dafür am Sonnabend den Grundstein. In eine Zeitkapsel packten die beiden Politiker Pläne und Zeichnungen für das Projekt, historische Fotos, Kleingeld und eine aktuelle Ausgabe der Leipziger Volkszeitung.

„Leipzig wächst kräftig – und setzt im Umland Speck an“, las Jung die Aufmacherüberschrift von der Titelseite vor. Das passe wunderbar zur Grundsteinlegung. Anschließend versenkte er den Behälter in einem Betonschacht und verschloss ihn mit einer Betonfliese. Darauf setzte der Oberbürgermeister eine Bronzeplatte mit dem Stadtwappen und dem Datum der Grundsteinlegung.

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Im Lindenauer Hafen geht es los: Am Sonnabend legten Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) und Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau (parteilos) den Grundstein für das neue Viertel. Dort sollen in den kommenden drei Jahren rund 500 Wohnungen entstehen.

„Das ist ein Herzensprojekt von mir“, betonte Jung. Die Kommune sei bei der Infrastruktur gemeinsam mit dem Stadtrat in Vorleistung gegangen, das sei nicht selbstverständlich. Das Konzept gehe aber auf und treibe bereits erste wunderbare Blüten. „Wir haben eine riesige Chance, das Gebiet so zu entwickeln, damit es zu einem lebenswerten, neuen und lebendigen Stück Leipzig wird“, so Jung.

Tatsächlich gebaut werden soll dann im August. Das ganze Projekt auf einer Fläche von 172.000 Quadratmetern entwickelt sich laut Sebastian Pfeiffer von der städtischen Entwicklungsgesellschaft LESG so gut, dass bereits 2017 die ersten Häuser bezogen werden und in drei Jahren alle 400 bis 500 Wohnungen fertiggestellt sein könnten. „Wie viele Wohnungen es am Ende genau werden, hängt von den Plänen der Investoren ab.“ Wegen allgemein steigender Mieten gehe der Trend gerade wieder zu kleineren Grundrissen. „Uns kommt es auf ein breit gemischtes Wohnungsangebot und eine multifunktionale Nutzung an“, betonte Dubrau.

Neues Wegenetz am Hafen

Insgesamt werden deutlich mehr Miet- als Eigentumswohnungen entstehen, erläutert LESG-Mann Pfeiffer. Zur Grundsteinlegung wurde auch die neue Straße durch das Quartier für den Verkehr freigegeben. „Eines Tages kann man vom Lindenauer Markt über die Demmeringstraße nach Grünau radeln, ohne eine gefährliche Straße queren zu müssen.“

Um das Wegenetz westlich des Hafens verbessern zu können, sei das Liegenschaftsamt beauftragt, ein dortiges Grundstück mit dem Polizeiverwaltungsamt vom Freistaat Sachsen zu kaufen oder gegen anderen Flächen zu tauschen. Anschließend werde das Areal – mit Fördermitteln aus dem Programm Stadtumbau Ost – begrünt und eventuell auch die Landzunge, welche seit dem kriegsbedingten Bauabbruch des Hafens 1943 in das Wasserbecken ragt, durch Wegbaggern von Erdreich zur Insel verwandelt.

Damit nicht nur Gutverdiener in Wassernähe leben können, will die Stadt im zweiten (und zugleich letzten) Vermarktungsschritt Instrumente des sozialen Wohnungsbaus einsetzen. Bis zu 15 Prozent der Quartiere dort sollen für 15 Jahre an eine Mietobergrenze von 6,50 Euro kalt pro Quadratmeter gebunden werden. Voraussetzung dafür sei, dass der Freistaat bald sein längst angekündigtes „Programm für mietpreisgebundenen Wohnungsbau“ in die Tat umsetzt, so Pfeiffer. Voraussichtlich geschehe das in der zweiten Jahreshälfte.

Von Jens Rometsch/Matthias Roth

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