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Lokales Hightech-Ausstattung für zwei OP-Säle am Uni-Klinikum
Leipzig Lokales Hightech-Ausstattung für zwei OP-Säle am Uni-Klinikum
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Im Hightech-Operationssaal: Oberarzt Andreas Boehm, HNO-Klinikdirektor Professor Andreas Dietz und die leitende OP-Schwester Cornelia Scheppukat (von links). Quelle: UKL
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Leipzig

Zwei Operationssäle wurden baulich umgestaltet und mit neuester Technik ausgestattet. Auch angrenzende Räumlichkeiten wurden auf Vordermann gebracht. In dieser Woche ist der Normalbetrieb wieder angelaufen.

Klinikdirektor Professor Andreas Dietz sagte, nunmehr stehe einer der modernsten OP-Bereiche am UKL zur Verfügung. Dank seines hohen apparativen Standards übernehme er in Anlehnung an die Leitlinien der HNO-Fachgesellschaften eine Vorbildfunktion. "Alle implementierten technischen Neuerungen sind in klinischen Studien erprobt und geprüft worden. Sie bieten bestmögliche Bedingungen für die Operateure und maximale Sicherheit für die Patienten", so Dietz. Installiert wurde beispielsweise ein leistungsfähiges Full-HD-Videoübertragungssystem, das bei endoskopischen Eingriffen und der bildgestützten Navigation beste Dienste leistet.

Auf mobilen und fest installierten Monitoren werden damit während der Operation Aufnahmen eingespielt, die unter anderem von Computer- und Magnetresonanztomografen stammen. Außerdem lässt sich mit der hochkarätigen Anlage auch der OP-Ablauf lückenlos dokumentieren und direkt in einen Hörsaal übertragen. Dietz: "Das erweitert die didaktischen Möglichkeiten bei chirurgischen Trainingskursen und der studentischen Ausbildung enorm."

Ausgestattet wurden die zwei OP-Säle ebenso mit blendungsarmen LED-Beleuchtungen, die nicht nur für bessere Lichtqualität sorgen, sondern auch für mehr Energieeffizienz. Während der Bauphase nutzten die HNO-Spezialisten Operationssäle anderer UKL-Bereiche. Wie Dietz freute sich auch Bauleiter Matthias Wiedemann über das gute Zusammenspiel aller Beteiligen bei der Runderneuerung. Der Zeitplan sei eingehalten worden, "wir konnten das Projekt pünktlich abschließen".

Dietz verwies auf den hohen Stellenwert, der einer solchen Hightech-Ausrüstung zukommt. "Aber die absolute Prämisse für erfolgreiche Eingriffe bleibt natürlich die Top-Ausbildung und das Feingeschick unserer Operateure." Die HNO-Klinik ist auch einer der starken Partner des Innovationszentrums für computerassistierte Chirurgie (Iccas) der Medizinischen Fakultät, dessen Forschungsergebnisse in die klinische Praxis einfließen. "Dass die menschlich-manuellen Fertigkeiten bei uns technisch so perfekt unterstützt werden, ist auch dem Iccas zu verdanken", erklärte Dietz, der vor zehn Jahren zu den Gründern des Zentrums gehörte.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.08.2015

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