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„Hilfe, die von Herzen kommt“:

Noch bis 4. Advent Spenden sammeln „Hilfe, die von Herzen kommt“:

Die Spendenaktion „Ein Licht im Advent“ geht ins Finale: Noch bis Sonntag sammelt die LVZ Spenden von Lesern, um damit insgesamt sieben verschiedenen sozialen Projekten und vom Schicksal getroffenen Menschen in der Region zu helfen. Die Spendenfreude ist bislang riesengroß – die Vorfreude bei den Empfängern auch.

Sieben Mal „Schöne Bescherung“: Die LVZ-Spendenaktion hilft in ihrem gesamten Verbreitungsgebiet sozialen Projekten oder vom Schicksal getroffenen Menschen.

Quelle: Patrick Moye

Leipzig. Sieben Hilfsprojekte und über 700 Spender: Die erstmals aufgelegte LVZ-Spendenaktion „Ein Licht im Advent“ ist ein riesiger Erfolg! Seit dem 1. Advent sammeln wir für verschiedene soziale Projekte im gesamten Verbreitungsgebiet der LVZ. Die Gesamtsumme ist längst fünfstellig und sie wächst jeden Tag weiter an. An diesem Wochenende gibt es für LVZ-Leser die letzte Chance, mit einem kleinen oder großen Beitrag ein Licht im Advent aufgehen zu lassen. Bei den Empfängern steigt die Vorfreude auf eine wirklich schöne Bescherung zum Fest.

So wie im Leipziger „Haus Lebensweg“. Die soziale Einrichtung in Anger Crottendorf, die vor allem jungen Müttern hilft, in ihrem Alltag künftig allein zurecht zu kommen, braucht dringend eine neue Gemeinschaftsküche. Schon jetzt steht fest: Sie kann pünktlich zu Heiligabend eingeweiht werden. Die Leipziger Firma Stadtbild-Projekt GmbH hatte spontan ihre Hilfe angeboten und hat fest zugesagt, bis zum 24. Dezember die neue Einrichtung zu montieren. Großzügige Leserspenden sind aber weiter gefragt, um ebenfalls dringend benötigte technische Geräte, Kochgeschirr und Sitzmöbel besorgen zu können. „Wir danken allen Spenderinnen und Spendern für diese großartige Unterstützung“, sagt Missionsdirektor Pfarrer Christian Kreusel, der mit der Diakonie Leipzig die Spendenaktion begleitet. Man spüre es: „Das ist wirklich Hilfe, die von Herzen kommt.“

Hilfe für den Führerschein

Doch auch die LVZ selbst wird zum Spender und hilft der Leipzigerin Kathleen Szyltowski wieder in Arbeit zu kommen. Die Mutter der zweijährigen Alina hat ein schweres Schicksal zu tragen: Ihre Tochter kam mit einem angeborenen Defekt, einem Kurzdarmsyndrom, zur Welt. Seitdem braucht Alina intensive medizinische Hilfe in der Uni-Klinik Leipzig. Mutter Kathleen, die mit ihrer Familie ursprünglich aus dem Erzgebirge stammt, musste ihren Beruf als Krankenschwester zunächst aufgeben, um in der Nähe des Kindes zu sein. Doch jetzt, nach dem Umzug nach Leipzig, könnte sie wieder arbeiten gehen. Sie hat auch einen guten Job bei einem mobilen Pflegedienst in Aussicht. Was fehlt, ist der Führerschein. Damit Kathleen Szyltowski möglichst schnell und unbürokratisch die Chance auf die neue Anstellung wahrnehmen kann, hilft ihr die LVZ gemeinsam mit einer Leipziger Fahrschule und übernimmt die Kosten.

Ein Therapie-Dreirad für Julian

In Eilenburg ist der 16-jährige Julian Schabehorn schon jetzt überwältig von der großartigen Spendenfreude der Nordsachsen. „Wir sind so glücklich und dankbar, was wir bisher an Unterstützung erfahren haben. Das übertrifft alle meine Erwartungen, ich bin sehr gerührt“, sagt seine Mutter Jeannette Schabehorn. Julian, der am Marfan-Syndrom leidet und dadurch in Motorik, Sprache und Koordinationsfähigkeit gehandicapt ist, soll durch ein Therapie-Dreirad mehr Bewegungsfreiheit und damit Teilhabe am Alltag ermöglicht werden. Die Spendenbeteiligung in der Region ist bislang überragend: Wächst das Spendenkonto weiter so rasant, dann ist sogar die Finanzierung eines Therapie-Tandems drin, was Julian und seiner Mutter noch mehr helfen würde.

Eine neue Küche für Familie Hentzschel

Auch in Oschatz kann voraussichtlich Weihnachten werden: Madlen Hentzschel, die nach dem Krebstod ihres Mannes den schwierigen Alltag mit fünf Kindern allein bewältigen muss, ist überwältigt von der großen Herzwärme der Oschatzer. Die vielen kleinen und größeren Spenden machen den Traum wahr. „Damit habe ich wirklich nicht gerechnet“, sagt die 36- Jährige. Zusammen mit der Diakonie und einem Küchenbauer reifen hier schon die Pläne für den Einbau einer Küche. Das bisherige Provisorium aus zusammengeborgten Möbeln und betagten technischen Geräten hat dann endgültig ausgedient. Jetzt ist dank der wachsenden Spenden sogar noch eine gute Ausstattung mit Kücheninventar möglich. Und die Diakonie freut sich über jeden Euro, der nicht für das Küchenprojekt der Familie Hentzschel benötigt wird: Mit dem „übrigen“ Geld wird das nächste Sommercamp für Kinder und Jugendliche aus sozial schwachen Familien finanziert. Die Spendensumme hilft also in jedem Fall Menschen in der Region.

Ein neuer Rasentraktor für den Sportverein

Beim Bornaer SV wächst die Hoffnung, auch im nächsten Jahr einen geordneten Trainings- und Spielbetrieb anbieten zu können. Der Verein, der besonders engagiert die Nachwuchsarbeit fördert und für viele Kinder und Jugendlichen aus sozial benachteiligten Familien zu einer zweiten Heimat wurde, steckt in finanziellen Nöten. Schuld ist ein besonders dreister Diebstahl in diesem Jahr, bei dem die gesamte Technik zur Rasen- und Platzpflege gestohlen wurde. Der Gesamtschaden beläuft sich auf 20 000 Euro. Besonders dringend ist der Ersatz des gestohlenen Rasentraktors und der Rasenmäher. Jede Spende ist hier herzlich willkommen!

Teddy-Nachschub fürs Krankenhaus

In Wurzen ist der plüschige Teddy „Dr. Bär“ ein wichtiger Trost und Begleiter für Kinder, die die Weihnachtszeit im Krankenbett verbringen müssen. Der Vorrat an den niedlichen Trostteddys geht allerdings zur Neige. Unsere Spendenaktion hilft hier im Muldentalklinikum, damit auch weiter Teddys an die kleinen Patienten verteilt werden können. Die Spendenfreude im Muldental ist toll, aber der Bedarf an Trostteddys ist auch groß. Jeder Geldbetrag hilft, um den Teddy-Nachschub fürs ganze Jahr zu sichern. Inzwischen gibt es sogar überraschende Unterstützung der LVZ-Aktion. Brandiser Senioren haben spontan ein riesiges Pfefferkuchenhaus für die kleinen Patienten gebacken! Die Freude auf der Kinderstation in Wurzen war groß.

Stellplatz für Kinderwagen

Bei der Wohngruppe Innova in Altenburg stapeln sich bislang die Kinderwagen im Haus – weil eine richtige Unterstellmöglichkeit fehlt. Das könnte sich nun bald ändern: Das Spendenkonto wächst, die Hoffnung auf Abhilfe in der Platznot auch. Zu den Spendern zählt unter anderem der Ex-Krankenhaus-Manager Peter Jansen. Die LVZ-Hilfsaktion habe ihn spontan überzeugt, „weil hier direkt und ohne bürokratischen Aufwand geholfen wird“.

Neuer Laptop für Döbelnerin

In Döbeln ist die Vorfreude bei Ina Pusch besonders groß. Die 43-Jährige ist schwer an Krebs erkrankt und durch die intensive medizinische Behandlung oft an ihr Bett gefesselt. Um wenigstens ein bisschen Ablenkung von ihrem Leiden zu haben und mit Freunden in Kontakt zu bleiben, nutzt sie gern das Internet und die sozialen Medien. Allerdings ist ihr alter Computer „Schrott.“ Die Aktion „Ein Licht im Advent“ rief zu Spenden für ein neues Laptop auf. Und siehe da: Der Traum kann Wirklichkeit werden. Einen guten Anteil daran trägt daran auch das Team neuelaufkultur des Welwel Sport- und Tanzvereins. Über 100 Euro aus den Einnahmen des 5. Döbelner Nikolauslaufes vom letzten Sonntag wurden auf das Spendenkonto überwiesen. Noch bis diesen Sonntag sind die Döbelner nun aufgerufen, weiter zu spenden.

Die LVZ sagt bereits an dieser Stelle: Vielen herzlichen Dank allen Spendern! Pünktlich zu Heiligabend werden wir über den Endstand der Spendenaktion berichten und bei den Empfängern mit der schönen Überraschung vor Ort sein. „Ein Licht im Advent“ – es kann dieses Jahr dank Ihrer Unterstützung besonders hell scheinen!

Von Olaf Majer

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