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Hitzewarnung für Leipzig – fällt der Rekord von 37,2 Grad?

Sahara-Temperaturen Hitzewarnung für Leipzig – fällt der Rekord von 37,2 Grad?

Ab Donnerstag kommt Leipzig mächtig ins Schwitzen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat bereits eine Hitzewarnung für die Messestadt herausgegeben. Mit erwarteten 39 Grad könnte am Freitag sogar der bisherige Temperaturrekord fallen.

Schattige Plätzchen am See sind heiß begehrt: Bis Freitag werden in Leipzig 39 Grad erwartet.

Quelle: dpa

Leipzig. Und wieder ist kräftiges Schwitzen angesagt: Die Temperaturen kommen bis zum Ende der Woche nahe an die 40-Grad-Marke. In ganz Sachsen wird es am Donnerstag und Freitag schwer, der Hitze zu entkommen. Die Temperaturen werden in den nächsten Tagen überall die 30-Grad-Marke knacken, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte.

Für Leipzig und den gesamten Freistaat gilt am Donnerstag zwischen 11 und 19 Uhr eine amtliche Hitzewarnung. Bei gefühlten Temperaturen von über 34 Grad werde eine starke Wärmebelastung erwartet, so der DWD. Bis zum Wochenende verschärfe sich die Situation noch weiter. Freitag werden örtlich sogar 39 Grad Celsius erreicht. „Das wird der heißeste Tag sein“, sagt Meteorologe Jens Oehmichen vom DWD.

Im Raum Leipzig/Halle könnte dann auch der Hitzerekord vom 20. August 2012 wackeln, als 37,2 Grad gemessen wurden. Schattige Plätzchen an den Seen im Leipziger Süden und rund um die Sachsenbrücke im Clara-Zetkin-Park dürften dann heiß begehrt sein.

Die extreme Trockenheit in Sachsen belastet allerdings Gewässer, Wälder und Landwirtschaft. In der Elbe ging der Wasserstand weiter zurück und lag am Mittwochnachmittag bei nur noch 58 Zentimetern. Am Pegel Dresden beträgt der Wasserstand normalerweise zwei Meter.

Das anhaltende Niedrigwasser drückt auch die Gesamtbilanz 2015 der Elbehäfen. Der Verlust summiert sich bereits auf Hunderttausende Euro, wie eine Sprecherin der Sächsische Binnenhäfen Oberelbe GmbH (SBO) sagte. „Unwahrscheinlich, das wieder aufzuholen, es ist ja kein Ende in Sicht.“ Seit drei Wochen ruht der Binnenschiff-Verkehr komplett, Güter werden nach Möglichkeit per Lastwagen oder Schiene transportiert. „Es müsste ordentlich regnen, damit es weitergeht.“

Die Elbe erlebt in diesen Tagen eine der größten Durststrecken ihrer Geschichte – wortwörtlich. Seit einem halben Jahrhundert gab es am Pegel Dresden nicht mehr so niedrige Werte wie in diesem Sommer. Rund 60 Zentimeter wurden gestern am Pegel Dresden gemessen – Tendenz fallend.

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Auf Petrus hofft auch die Sächsische Dampfschiffahrt, deren Ausflugsdampfer am Kai festmachen mussten. „Wir stellen den Betrieb ein“, sagte ein Sprecher. Auch die wenigen Stadtrundfahrten seien bei einem Wasserstand von unter 60 Zentimetern nicht mehr möglich. Auch die zum Stadtfest (14. bis 16. August) geplante Dampferparade ist abgesagt. „Eine Begegnung von Schiffen ist nicht möglich.“ Selbst eine große Welle aus Tschechien würde nicht reichen. Das Unternehmen schätzt den bisherigen Einnahmeverlust auf inzwischen etwa 20 Prozent – durch acht Ausfalltage sowie Einschränkungen im Fahrbetrieb.

Borkenkäfer, Blow ups, Brandgefahr

Die direkte Sonneneinstrahlung macht auch den Autobahnen zu schaffen. Wegen des Risikos von aufgesprengten Fahrbahnbelägen, sogenannten Blow ups, gelten teilweise Tempolimits. Die Trockenheit lässt auch Felder wie in Dresden-Langebrück brennen und begünstigt die Vermehrung von Schädlingen wie dem Borkenkäfer in den Wäldern. Nach Angaben des Staatsbetriebes Sachsenforst ist es aber mit bisher 43 Waldbränden auf einer Gesamtfläche von 4,26 Hektar noch eine durchschnittliche Saison.

Von Westen nahen am Wochenende Gewittertief und Kaltfront – teils mit Unwettern. Bereits am Samstag ist mit teils kräftigen Schauern und Gewittern zu rechnen. Die Höchsttemperaturen fallen dann tagsüber wieder unter die 30-Grad-Marke. „Ich hoffe auf Niederschläge in Richtung Osten“, sagte DWD-Meteorologe Oehmichen. „Denn das Erzgebirge, der Dresdner Raum und die ganze Lausitz sind extrem trocken.“ Auch danach bleibe es sehr warm, aber unbeständiger. „Mit dem Sommer war es das dann noch nicht.“

nöß/dpa

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