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Lokales Höhere Preise bei Bus und Bahn: Leipziger sind unzufrieden mit Angebot
Leipzig Lokales Höhere Preise bei Bus und Bahn: Leipziger sind unzufrieden mit Angebot
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10:57 02.08.2017
Tram der LVB in Leipzig. (Archivbild) Quelle: André Kempner
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Leipzig

Jedes Jahr zum 1. August stöhnen Fahrgäste in Mitteldeutschland: Der Verkehrsverbund MDV hält die Hand auf und erhöht kräftig die Preise. In Leipzig haben die Kunden von MDV und Leipziger Verkehrsbetrieben kein Verständnis mehr. Den ständigen Preiserhöhungen steht eine nur mäßige Leistung gegenüber. Eine nicht repräsentative Umfrage der LVZ unter Fahrgästen in der Messemetropole zeigt neben den hohen Preisen noch weitere Defizite auf. So haben Familien mit Kindern in den alten Tatra-Bahnen Schwierigkeiten, den Kinderwagen unterzubringen. Die Trams seien überfüllt und schmutzig, besonders im Winter. Die Pünktlichkeit ließe zu wünschen übrig und viele Bahnen seien kaputt.

Pünktlich zum 1. August greift der MDV den Fahgästen stärker in die Tasche. Die LVZ hat sich in Leipzig unter den Kunden umgehört. (Bilder: Dirk Knofe)

Der Leipziger Umweltbund Ökolöwe verlangt ein Umsteuern von LVB und Stadt. Ständig steigende Preise würden den öffentlichen Personennahverkehr in der Stadt unattraktiv machen, erklärt deren verkehrspolitischer Sprecher Tino Supplies. Leipzig müsse wieder mehr Geld für den ÖPNV in die Hand nehmen. Lagen 2004 die Zuschüsse der Kommune noch bei 63,2 Millionen Euro, seien es derzeit lediglich 45 Millionen Euro. Erst nachdem sich Grüne und Linke im Stadtrat dafür eingesetzt hatten, wurde für 2017 und 2018 ein weiterer Zuschuss von insgesamt fünf Millionen Euro bewilligt.

„Herr Middelberg (Geschäftsführer der LVB, d. Red.) vertritt gegenüber der Öffentlichkeit konsequent die Position von Oberbürgermeister Burkhard Jung, der eine Rücknahme der städtischen Mittelkürzungen an die LVB vermeiden will“, so Supplies. „Das schadet den Fahrgästen. Das schadet Leipzigs Nahverkehr und letztlich der Umwelt.“ Aus diesem Grund fordert der Leipziger Umweltbund die Verwirklichung seines 10-Punkte-Programms „Zukunftsplan für Bus und Bahn“.

In diesem Jahr bleibt bei den LVB der Preis für das Einzelticket mit 2,60 Euro stabil. Eine „Kurzstrecken-Karte, die für vier Stationen gilt, kostet dafür ab dem 1. August nun 1,90 Euro. Kinder zwischen sechs und 13 Jahren zahlen nun 1,20 Euro statt 1,10 Euro. Auch die Abo-Premium-Tickets steigen im Preis: 63,90 Euro werden monatlich fällig (bislang 61,40 Euro).

Eine Reportage rund um das Thema Straßenbahnen lesen Sie hier.

joka

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