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Lokales Hohe Auszeichnung für Leipzigs Ex-Stadtpräsident Friedrich Magirius
Leipzig Lokales Hohe Auszeichnung für Leipzigs Ex-Stadtpräsident Friedrich Magirius
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23:59 09.04.2013
Leipzigs Ex-Stadtpräsident Friedrich Magirius. Quelle: Andreas Döring

Die Feier findet heute Nachmittag in der evangelischen Dreifaltigkeitskirche am Warschauer Malachowski-Platz statt.

"Mit der Verleihung dieses Diploms wollen wir unsere hohe Anerkennung ausdrücken für die Haltung und Tätigkeit von Pastor Magirius, die in den vergangenen Jahrzehnten bestimmt ist von einer engen Beziehung zu Polen", heißt es in der Begründung seitens des Preis-Auslobers. Stanislav Krajewski, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde in Warschau, kennt Magirius schon seit DDR-Zeiten, als der Leipziger Pfarrer mit der Aktion Sühnezeichen der evangelischen Kirche in Polen um Aussöhnung und Verständigung warb. Krajewski weiß: "Sein Engagement trug maßgeblich zur Verbesserung der deutsch-polnischen und christlich-jüdischen Beziehungen bei."

Den früheren Superintendenten und Stadtpräsidenten im Unruhestand - Magirius ist unter anderem aktiv im städtischen Beirat "Vielfalt tut gut" - freut die neuerliche Ehre, die ihm in Polen zu Teil wird. Er erinnert sich, wie der "polnische Bazillus" ansteckend auf die Friedliche Revolution in Leipzig und in der gesamten DDR wirkte. Der Theologe wird in der Dankesrede auf sein Verhältnis zu Polen und speziell auf den jüdisch-christlichen Dialog eingehen. Dazu gehöre, sich fachlich interessiert zu zeigen, beispielsweise die jüdischen Schriften und die jüdischen Feste zu kennen. Magirius ist aber vor allem Praktiker, er will das Miteinander leben und hat selbst im fortgeschrittenen Alter das Staunen nicht verlernt. Mit Blick auf die NS-Zeit sagt er: "Es bleibt für mich ein großes Wunder, dass es trotz großer deutscher Schuld einen Neuanfang gegeben hat, dass Vergebung gelebt wurde und gelebt wird."

In Warschau wird Magirius Weggefährten in Geist und Glauben treffen, so den aus dem Rheinland stammenden Manfred Deselaers. Der katholische Priester ist seit 1990 in Auschwitz tätig und wurde auch schon zum "Mensch der Versöhnung" ernannt. Ebenso wie Stephan Schreiner, Professor für Altes Testament an der Universität Tübingen, der mit Magirius zu den Protagonisten von Aktion Sühnezeichen zählt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.04.2013

Thomas Mayer

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