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Lokales Holding-Chef Kopp verteidigt militärische Flüge in Leipzig/Halle
Leipzig Lokales Holding-Chef Kopp verteidigt militärische Flüge in Leipzig/Halle
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19:48 28.04.2010
Quelle: Armin Kühne
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Leipzig

„Und wenn jetzt einige sagen, Leipzig/Halle sollte zum Militärflughafen erklärt werden, kann ich nur sagen: Lasst die Kirche im Dorf! Es handelt sich im Schnitt um eine Maschine pro Woche, die Bundeswehrsoldaten aus der Region fliegt“, sagte Kopp der Leipziger Volkszeitung. „Das waren im Vorjahr 0,27 Prozent aller Flugbewegungen am Flughafen.“ Hinzu kämen die Transporte von US-Soldaten in Krisengebiete. „Etwa 20 Prozent aller Passagiere sind US-Soldaten. Von den 2,4 Millionen Passagieren 2009 waren das rund 500.000“, sagte Kopp.

Bei diesen Sonderflügen mit US-Soldaten an Bord ziviler Maschinen gäbe es keine Vermischung von militärischem und öffentlichem Verkehr. Denn die Abfertigung finde in einem abgetrennten Bereich des Flughafens statt. „Die Soldaten steigen auch nicht mit Waffen aus, wie dies zum Teil behauptet wird. Die Uniformierten unterliegen den gleichen Bestimmungen wie jeder zivile Transit-Passagier“, so Kopp weiter. Ebenso würde kein Bundeswehrsoldat, der mit anderen Fluggästen zusammenkommt, Waffen tragen. Er halte deshalb „die Diskussion über die Sorge vor eventuellen Terroraktivitäten, die von einigen sogenannten Experten geführt wird, für hanebüchen.“ Warum, fragte Kopp, sollten deutsche Soldaten, „wenn sie aus dem Kosovo oder aus Afghanistan zurückkommen und ausgetauscht werden, nicht unseren Flughafen nutzen, so wie Bundeswehrangehörige zusammen mit anderen Reisenden Bahnhöfe oder Züge nutzen?“

Wirtschaftlich profitiere der Flughafen von den US-Soldaten. „Das schafft viele Hotelübernachtungen alleine durch die Crews – monatlich 3500 Hotelzimmer im Schnitt in Leipzig und in Halle. Es profitieren die Taxiunternehmen, Gaststätten, das Catering-Unternehmen. 200 Arbeitsplätze hängen direkt von diesem US-Sonderverkehr am Flughafen Leipzig/Halle ab.“

LVZ

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