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Lokales Holpriger Start der Umweltzone: Nicht alle Schilder pünktlich am ersten Tag aufgestellt
Leipzig Lokales Holpriger Start der Umweltzone: Nicht alle Schilder pünktlich am ersten Tag aufgestellt
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17:51 01.03.2011
Bundesweit gibt es inzwischen rund 40 Umweltzonen. Neuestes Mitglied ist seit dem 1. März Leipzig. Quelle: dpa
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Leipzig

Seit Dienstag ist sie nun amtlich: die Umweltzone. Doch trotz der langen Vorbereitungszeit verlief ihr Start in der Messestadt nicht ganz reibungslos.

Denn beim Aufstellen der Schilder, die die Umweltzone ankündigen, gab es Verzögerungen. Eigentlich sollte die Montage am Montagabend abgeschlossen sein. „Bei Kontrollfahrten ist Mitarbeitern aber aufgefallen, dass an wenigen Standorten noch kleine Mängel an den Schildern zu erkennen waren", sagte Christoph Bock, Amtsleiter für Straßenbau in Leipzig. Deshalb seien am Dienstagmorgen noch Restarbeiten ausgeführt worden.

Laut Ordnungsamtliter Helmut Loris sollten die Mitarbeiter trotz allem gleich am 1. März auf die Suche nach Umweltsündern gehen. Alle Amtsmitarbeiter hätten einen Tag zuvor die Anweisung zur Kontrolle bekommen, verriet Loris im Gespräch mit LVZ-Online. „Aber freilich werden Strafen nur verhängt, nachdem geprüft wurde, ob zu dieser Uhrzeit bereits alle Schilder standen", versprach der Amtsleiter. Ansonsten könnten betroffene Fahrzeughalter zurecht Einspruch erheben. [gallery:700-NR_LVZ_GALLERY_7738]Entgegen der Worte des Amtsleiters zeigten sich Politessen, die Dienstag durch Leipzigs Straßen gingen, in Gesprächen mit Bürgern jedoch kulant und zurückhaltend. „Wir wissen ja noch nicht einmal wie der aktuelle Stand mit den Schildern ist, also verteilen wir dahingehend auch noch keine Strafzettel", hieß es. Umweltsünder, die am ersten Tag noch keine grüne Plakette an der Frontscheibe kleben hatten, konnten an diesem Morgen also noch hoffen.

Aber die Zeit, in der sich Autofahrer am ersten Tag der Umweltzone in Leipzig noch rechtmäßig „reinmogeln" durften, war eng bemessen. „Um 9.45 Uhr waren dann tatsächlich alle 606 Schilder aufgestellt - es handelt sich also insgesamt um eine minimale Verzögerung", sagte Bock. Die Hinweise seien am 26. und 28. Februar im Akkord in ganz Leipzig aufgebaut worden. Früher hätten dies nicht geschehen können, „denn sobald die Schilder platziert sind, gelten sie verbindlich!" Vorbereitungen wurden allerdings schon vor mehrerern Monaten getroffen. „Damals haben wir zum größten Teil bereits die Mäste aufgestellt", so Bock weiter.

Wer inzwischen immer noch keine Plakette hat, könnte dies bei einer Kontrolle teuer bezahlen. Jeder, der erwischt wird, muss mit 40 Euro Strafe, sowie einem Punkt in Flensburg rechnen. Doch eine Plakette zu bekommen, erwieß sich zumindest einen Tag vor dem offiziellen Start der Zone, als nicht ganz einfach. Auf die Werkstätten, KFZ-Zulassungsstellen und TÜV-Prüfstellen erfolgte ein regelrechter Ansturm, sodass sich teilweise meterlange Schlangen vor den Filialen bildeten. Im TÜV SÜD Service-Center Leipzig in der Roscherstraße waren die Aufkleber sogar zeitweise vergriffen.

„Inzwischen haben wir aber an allen unserer vier Prüfstellen in Leipzig wieder genügend Plaketten vorrätig", versicherte Niederlassungsleiter Hans-Jürgern Hencker, den die Nachfrage am Montag überraschte. „Es gibt immer welche, die in der letzten Minute kommen, aber mit einem solchen Ansturm war nicht zu rechnen, da wir ja nicht wissen, wieviele Abzeichen in der Vergangenenheit schon verteilt wurden."

Julia Wick

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