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Lokales Hornbach plant großen Baumarkt auf der Alten Messe in Leipzig
Leipzig Lokales Hornbach plant großen Baumarkt auf der Alten Messe in Leipzig
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00:18 20.08.2016
Die Messehalle 17 diente in den letzten 20 Jahren fast nur noch als Lager. Seit Dezember 2015 sind dort übergangsweise Flüchtlinge einquartiert. Quelle: Foto: LEVG
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Leipzig


Hornbach plane einen Bau- und Gartenfachmarkt mit über 10 000 Quadratmetern Nutzfläche, fuhr Wölpert fort. Der Durchschnittswert der 140 Hornbach-Häuser in Europa liegt bei 11 600 Quadratmetern. Auf der Alten Messe sei auch an einen Drive-in gedacht, bei dem Autos direkt in das Gebäude einfahren können, um Waren einzuladen. Keinesfalls dürfe das denkmalgeschützte Gebäude in Gänze abgerissen werden, betonte der LEVG-Chef. Das 1920/21 aus Bauteilen von drei Flugzeughallen aus dem Ersten Weltkrieg entstandene Mittelschiff sei unbedingt zu erhalten. Ebenso das 1937/38 hinzugekommene Säulenportal, das sich mit seinen zwölf Pfeilern über die gesamte Hallenbreite von 128 Metern erstreckt. Architekt Curt Schiemichen hatte dieses repräsentative Portal einst entworfen, um damit eine nebenan geplante Platzanlage für Großveranstaltungen einzufassen. Der Platz entstand aber nicht mehr. Der Kopfbau ist deshalb heute fast nur von der Ottostraße aus zu sehen, welche hinter der BMW-Niederlassung entlang führt.

Nach Kriegsschäden in der Bombennacht vom 4. Dezember 1943 wurde die Messehalle 17 in den Jahren 1944/48/51 schrittweise wieder hergestellt. Sie diente vor allem Ausstellungen von Büromaschinen, Fahrzeugen und Zulieferindustrie, Petrochemie sowie nationalen Kollektivständen. Seit neun Monaten sind in ihr befristet Flüchtlinge untergebracht – sie sollen zum Jahresende 2016 in die bis dahin ertüchtigte Halle 13 umziehen.

Bei den 1937/38 entstandenen Seitenschiffen müsse der Investor erst noch prüfen, ob und wie auch diese Hallen bei einer Umnutzung Bestand haben können, sagte Wölpert weiter. Der Denkmalschutz wünsche sich, das Gebäude komplett zu erhalten. Diese Frage sei aber noch offen. Auch blieben die Zahl und Gestaltung der Parkplätze sowie der Umfang des innenstadtrelevanten Sortiments zu klären.

Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau (parteilos) meinte, sie sei für das Vorhaben optimistisch: „Ich gehe davon aus, dass der Bau- und Gartenmarkt kommt.“

Hornbach-Sprecher Florian Preuß bat um Verständnis, dass sich der Konzern generell nicht zu neuen Standorten äußere, bevor die Entscheidung gefallen ist. „Aber sicher ist Leipzig aus unserer Sicht eine Region, in der wir uns vorstellen können, einen zweiten Markt zu eröffnen.“

Von Jens Rometsch

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