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Lokales Hôtel de Pologne erstrahlt in alter Schönheit: Läden öffnen diese Woche
Leipzig Lokales Hôtel de Pologne erstrahlt in alter Schönheit: Läden öffnen diese Woche
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23:58 14.10.2013

Auch die Barocksäle sollen nach aufwendiger Restaurierung ab Dezember für Veranstaltungen zur Verfügung stehen.

Die Fassade des Gebäudes, das 1848 als größtes Hotel der Stadt eröffnet worden war, sieht nun wieder so aus, wie sie Meisterarchitekt Arwed Rossbach 1891 im Stil der florentinischen Renaissance umgestaltet hatte. "Wenn am Donnerstag die Geschäfte im Erdgeschoss ihre ersten Kunden begrüßen, wird die Fassade komplett abgerüstet sein und wieder in alter Schönheit erstrahlen", sagt Hannes Koefer, Technischer Vorstand der Leipziger Stadtbau AG. Der Bauprojektentwickler hat dem Gebäude, das seit 1993 leer stand, zuvor jahrzehntelang Sitz des Messeamtes war, nun neues Leben eingehaucht. Auf gut 1000 Quadratmetern zog der Schuhhändler Humanic aus Österreich ein. Der Verkaufsraum spannt sich auch durch den Hof des historischen Ensembles - großflächige Deckenfenster ermöglichen Ausblicke auf das Bauwerk.

Leipzig. Es ist ein Fest für den Denkmalschutz und in Kürze können die Leipziger mitfeiern. Im Hôtel de Pologne in der Hainstraße 16/18 öffnen diesen Donnerstag die ersten Geschäfte. Auch die Barocksäle sollen nach aufwendiger Restaurierung ab Dezember für Veranstaltungen zur Verfügung stehen.

Nebenan wird die Bäckerei Steinecke ein Café betreiben, dessen Ambiente extra für den 7,60 Meter hohen Raum mit seinen gusseisernen Säulen entwickelt wurde. Dazu gehören Kronleuchter, historische Wandbemalungen bis zum Bacchus-Porträt, eine neue Galerie zum Sitzen sowie eine "Krümel-Ecke" für Kinder. Wie berichtet, hatte Stadtbau erste Ideen, den 1917 eingestellten Hotel-Betrieb wieder aufzunehmen, bald verworfen. Vor allem aus Denkmalschutz-Gründen: Dafür hätte das Objekt nahezu voll entkernt werden müssen. Stattdessen übernimmt in wenigen Tagen die Firma "Leipziger Foren" die frisch sanierten Räume sowie zwei riesige Seminarsäle mit Panorama-Ausblick im neuen Dachaufbau. "Wir quartieren hier 130 bis 180 eigene Mitarbeiter ein, im November beginnen unsere Fachveranstaltungen für bis zu 200 Gäste", erklärt Seminar-Managerin Tina Lindig.

Das Schönste sind zwei barocke Säle, die - teils nach alten Fotos - im Originalzustand hergestellt wurden. "Allein die Analyse der Denkmalschützer und das Entfernen späterer Farbschichten dauerten 20 Monate", berichtet Koefer. Ab 1. Dezember wird Michael Reinhold, Chef vom Hotel Michaelis sowie des Plagwitzer "Dacapo", die prachtvollen Räume als "Salles de Pologne" bewirtschaften - samt Küche. "Es wird spektakulär", schwärmt er. "Wir nutzen den Ballsaal, Schwanensaal und das Foyer, planen Konzerte, Events und Firmenfeiern."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.10.2013

Jens Rometsch

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