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Lokales Hund und Mensch: Erster Canicross für alle
Leipzig Lokales Hund und Mensch: Erster Canicross für alle
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06:03 06.11.2018
Mensch und Hund spurten gemeinsam durch den Wald: Die HSV-Vereinsvorsitzende Maria Braun und ihre Kira zeigen hier, wie ein Canicross funktioniert. Quelle: Foto: privat
Leipzig

Ein noch besseres Gespann bilden Hund und Mensch wohl nur selten. Der Hundesportverein HSV Leipzig-Süd/Markkleeberg organisiert für den 25. November erstmals einen offenen Leipziger Canicross-Wettkampf. Das heißt: Jeder Hundehalter kann mit auf die Strecke gehen.

Das Wort Canicross setzt sich aus Canis (wissenschaftlicher Name für Hund) und Cross, für Crosslauf zusammen. „Das beschreibt ziemlich gut, worum es bei dieser Sportart geht“, erklärt Franziska Lange, die zweite Vorsitzende beim HSV. Das Ganze funktioniere so, dass der Hund vor dem Menschen an einer Leine läuft. Er beschleunigt den Menschen durch seine Zugkraft. „Beide müssen sich achten, respektieren und auch unter Stress zusammenhalten.“

Sportart ohne Hundeplatz oder große Geräte

Besonderer Vorteil dieser Sportart: Sie lässt sich gut in den Alltag integrieren. Man benötigt keinen Hundeplatz oder große Geräte. Jedoch sind einige Dinge bei der Ausrüstung zu beachten, erläutert Franziska Lange weiter. „Sie besteht aus einem Hüftgurt und einer flexiblen Leine von maximal zwei Metern Länge. Der Hund bekommt ein spezielles Geschirr, das vergleichbar mit Schlittenhundgeschirren ist. Der Druckpunkt ist dabei so gearbeitet, dass die Lungen des Hundes nicht belastet werden.“ Laufschuhe mit grobem Profil seien schon deshalb ratsam, weil die Strecke meist durch Wälder führt.

Vereinsgelände über die B2 erreichbar

So auch am 25. November, wenn es rund um den Connewitzer Wildpark geht. Die Anmeldungen auf dem Vereinsgelände beginnen 8 Uhr, die Einweisungen und Starts um 9 Uhr. Das HSV-Gelände erreichen Autofahrer aus Leipzig kommend über die B2 in Richtung Süden. Die Einfahrt liegt direkt an der B2 – etwa 800 Meter hinter der Abfahrt „Connewitz/Wildpark/Markkleeberg-West“. Es ist eine kurze, blinde Ausfahrt vor der Eisenbahnbrücke – bitte den kurzen Bremsweg beachten! Fußgänger können an der Haltestelle „Wildpark“ aussteigen, dann die Treppe an der Pleißebrücke hinabsteigen und entlang der Pleiße flussaufwärts laufen. Nach 700 Metern geht es vor der Fußgängerbrücke links in einen Weg hinein.

Staffelläufer müssen 1,5 Kilometer schaffen

Beim Wettkampf kann auf drei Distanzen gestartet werden: vier Kilometer; 2,6 Kilometer; Staffel aus drei Starterpaaren. Pro Hund sind zwei Starts möglich. Jedes Mensch-Hund-Team läuft einzeln, der nächste Start erfolgt nach 30 Sekunden. „Das ist im Vergleich zum Massenstart weniger stressig für die Hunde und auch für Einsteigerteams einfacher“, betont Franziska Lange. „Bei Doppelstartern achten wir auf eine optimale Einteilung in der Reihenfolge, um lange Erholungspausen zwischen den Läufen zu gewährleisten.“ In der Staffel können sich jeweils drei Mensch-Hund-Teams zusammenfinden. Das erste Team läuft die Strecke von 1,5 Kilometern und gibt dann den selbst-mitgebrachten Staffelstab an das nächste Team in einer Wechselzone ab. Damit es nicht zu Unfällen mit den Hunden kommt, stehen dort Helfer (Doghandler) bereit.

Teilnahme ohne Begleithundprüfung möglich

Bei dem Wettkampf darf ohne Vereinszugehörigkeit oder Begleithundprüfung gestartet werden. „Wir freuen uns auf viele neue und bekannte Gesichter.“ Voraussetzungen sind aber Zuggeschirr, eine Leine mit Ruckdämpfer und Hüftgurt. Auch muss der Hund geimpft (Impfpass mitbringen) und sozial verträglich sein. Pflicht ist zudem eine Haftpflichtversicherung für den sportlichen Vierbeiner. Die Startgebühr beträgt fünf Euro, Siegerehrung ist gegen 12.30 Uhr. Anmeldungen sind bis 15. November möglich: franzi.lange@hsv-markkleeberg.de.

Zwei deutsche Vizemeisterinnen beim HSV

Übrigens haben Geländeläufe mit Hund eine große Tradition im HSV. Mit Nane Schirrmeister sowie Maria Braun gehören sogar zwei deutsche Vizemeisterinnen zu den Aktiven. An den Geländeläufen können sonst aber nur Hunde teilnehmen, die eine Begleithundeprüfung bestanden haben und deren Halter Mitglieder in einem Hundesportverein sind.

Von Jens Rometsch

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