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Lokales Hundedemo gegen tödliche Gift-Würstchen - Tierfreunde protestieren auf dem Augustusplatz
Leipzig Lokales Hundedemo gegen tödliche Gift-Würstchen - Tierfreunde protestieren auf dem Augustusplatz
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16:06 11.07.2010
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Leipzig

Tierschützer und -besitzer aus Leipzig und Umgebung wollen dabei nicht länger zuschauen. Rund 60 von ihnen – manche  mit ihren Vierbeinern – versammelten sich am Sonntagmittag zu einer Demo auf dem Leipziger Augustusplatz. Sie fordern härtere Strafen gegen Tierquäler – und den Zugang zu Gift zu erschweren.

„Es muss für solche Taten ein anderes Strafmaß geben, um abzuschrecken. Bislang wird das gesetzlich nur als Sachbeschädigung gewertet“, ärgert sich Uwe Schubert vom Tierschutzverein Leipziger Land. Der Initiator der Demo will mit der öffentlichen Aktion, die von Vereinen, Tiereinrichtungen und dem Verband für das deutsche Hundewesen (VDH) in Sachsen unterstützt wurde, auch eine Abschreckung beim Täter erreichen. „Wenn er schon nicht gefasst wird, dann hoffen wir zumindest, dass er damit aufhört. Schließlich können nicht nur Tiere zum Opfer werden, sondern auch Kleinkinder“, warnt der 28-jährige Hundehalter.

Mitte Juni waren zum ersten Mal die mit Rattengift präparierten Würstchen aufgetaucht, vor allem im Bereich Rückmarsdorf/Burghausen am Elster-Saale-Kanal sowie in Böhlitz-Ehrenberg. Nach Angaben von Tierschützern sind bereits sieben Hunde tot, zwölf weitere liegen im Sterben. Außerdem seien unzählige Katzen und inzwischen sogar Wildtiere verendet. „Es ist ein schlimmes Ausmaß erreicht“, sagt Schubert und fordert die Beschaffung von Rattengift zu erschweren: „Das ist zudem für jeden frei zugänglich. Hier muss es Beschränkungen und stärkerere Kontrollen geben.“

Die Tiernothilfe Leipzig hat ihre Belohnung „für die Ergreifung des Giftmörders“ mittlerweile auf 3000 Euro erhöht. Dieses Kopfgeld hat womöglich auch den Fahndungsdruck verstärkt. Zumindest konnte der Verein nach eigener Aussage der Polizei konkrete Tipps auf mögliche Täter geben. Unbestätigten Informationen zufolge stehen derzeit zwei Männer unter besonderem Verdacht: Ein Angler, der sich schon seit längerer Zeit auf Konfrontationskurs mit Gassigehern befindet, und ein Mann, der bereits vor einigen Jahren in Böhlitz-Ehrenberg Giftköder ausgelegt haben soll. Die Polizei wollte sich dazu bislang nicht äußern.

Robert Nößler/F.D.

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