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Lokales Hundekot ärgert viele Leipziger – nur wenige Halter auf frischer Tat ertappt
Leipzig Lokales Hundekot ärgert viele Leipziger – nur wenige Halter auf frischer Tat ertappt
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12:15 22.02.2018
Hundebesitzer müssen eine Tüte oder ähnliches dabei haben, um die Hinterlassenschaft ihrer Tiere zu beseitigen. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Der Tritt in den Hundehaufen: Er stinkt. In einer Sicherheitsumfrage der Stadt Leipzig im vergangenen Jahr gab mehr als die Hälfte aller Befragter an, dass sie liegen gelassenen Hundekot als sehr störend empfinden.

Eigentlich ist jeder Hundehalter verpflichtet, die Hinterlassenschaften seines Tieres zu beseitigen. Er muss auch ein „Hilfsmittel“ zum Aufheben und Transportieren dabei haben, wenn er Gassi geht.

Drei Anzeigen, weil Hundehalter Haufen nicht mitgenommen hat

Doch es ist nicht einfach, zu überprüfen, ob das Herrchen den Kot auch mitnimmt: „Trotz regelmäßiger Hundekontrollen gelingt es nur in seltenen Fällen, eine Hundekotliegenlasserin oder Hundkotliegenlasser auf frischer Tat zu ertappen, weil sich das Geschehen innerhalb kürzester Zeit abspielt“, heißt es auf den Seiten des Ordnungsamts. Leipziger Bürger sind darum dazu angehalten, Verstöße zu melden.

Auch die Mitarbeiter des Ordnungsdiensts führen das ganze Jahr über Kontrollen durch: 2017 überprüften sie bis Mitte November knapp 2.000 Hundehalter mit ihren Tieren in Leipzig. Dabei gab es in diesem Jahr bislang drei Anzeigen, weil ein Hundehalter den Hundekot nicht aufgehoben hat. Hinzu kamen 81 Anzeigen, weil Hunde nicht angeleint waren und zwei Halter mussten Strafen zahlen, weil sie einen gefährlichen Hund hielten. Geldbußen für die Verstöße können bis zu 1.000 Euro betragen. Trägt ein Vierbeiner keine gültige und sichtbare Hundesteuermarke, können die Halter mit bis zu 10.000 Euro Strafe bedacht werden. 2017 entdeckten die Kontrolleure 16 Vierbeiner ohne eine Marke.

Generelles Hundeverbot auf Leipzigs Spielplätzen

Besonders stark kontrollierten die Mitarbeiter des Ordnungsdiensts in den Leipziger Parks, beispielsweise im Rosental, im Clara-Zetkin-Park, im Johannapark und im Lene-Voigt-Park, sagt Helmut Loris, Leiter des Ordnungsamtes. Auch auf Magistralen, Plätzen und Spielplätzen werden Hundebesitzer mit ihren Tieren kontrolliert. Auf Spielplätzen gebe es ein generelles Hundeverbot, betont Loris.

Damit das Beseitigen der Hundehaufen noch leichter wird, sollen Hundebesitzer künftig immer einen Beutel zur Mitnahme der Hinterlassenschaften ihrer Tiere parat haben. Im Rahmen des Entwicklungskonzepts für den Clara-Zetkin-Park und den Johannapark, das der Leipziger Stadtrat Anfang November beschloss, werden Beutelspender in den beiden Parks aufgestellt. Ob das Pilotprojekt für weniger Tretminen sorgt, wird sich zeigen.

Von Theresa Held

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