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Lokales Hundekot in Leipzig: Stadt kontrollierte im vergangenen Jahr mehr als 3000 Mal
Leipzig Lokales Hundekot in Leipzig: Stadt kontrollierte im vergangenen Jahr mehr als 3000 Mal
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18:24 16.04.2014
Hundebesitzer müssen eine Tüte oder ähnliches dabei haben, um die Hinterlassenschaft ihrer Tiere zu beseitigen. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Praktisch sieht Monty Teubner Handlungsbedarf: "Das System funktioniert nicht", sagt der Leipziger. Aufmerksame Bürger würden auch noch angepöbelt. Am Mittwoch konfrontierte er den Stadtrat mit dem anrüchigen Thema.

"Wie gedenkt die Stadt Leipzig dem massiven Hundekotaufkommen (...) in den Wohngebieten Herr zu werden", wollte er per Einwohneranfrage wissen. Die Stadt kontrolliert, ließ das Ordnungsdezernat wissen, und zwar genau 3121 Mal im vergangenen Jahr. Das seien 7,3 Prozent aller Ermittlungsvorgänge des Stadtordnungsdienstes. Vor allem wird von Hundehaltern die Steuermarke für die Vierbeiner und ein Behältnis für die Hinterlassenschaften des Tiers abgefragt. Bei Hundekot-Komplexkontrollen hätten nur 1,9 Prozent der kontrollierten Halter keine Beutel dabei gehabt.

Die Krux: Für das Vergehen, Hundekot einfach in der Umwelt liegen zu lassen, müssten die Halter "auf frischer Tat ertappt werden". Kaum ein Halter sei dreist genug, im Beisein eines Ordnungshüters den Kot nicht zu entfernen, so die behördliche Einschätzung. Ergo: Eine schwierige Ermittlungssituation. Es bleibe nichts weiter, als auf der einen Seite an die Vernunft der Halter, auf die anderen Seite an den Mut der Bürger zu appellieren, diejenigen anzusprechen, die den Haufen nicht beiseite räumen.

Teubner sieht sich dabei allerdings mit einer Reihe von Ausreden konfrontiert. "Ist doch nur ein kleiner Haufen" und "Ich zahle doch Hundesteuer" seien nur zwei davon. Vor allem Familien mit Kindern seien die Leidtragenden, weil auch immer wieder Spielplätze und Grünflächen mit Hundekot verunreinigt seien.

"Wir nehmen das Problem sehr ernst", so Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD). "Gerade Spielplätze werden kontrolliert", sagte er. Der Stadtordnungsdienst sei in diesem Jahr um zehn Mitarbeiter aufgestockt worden. Damit will die Stadt sicherstellen, dass auch in den Wohngebieten der Außenbezirke Hundehalter häufiger kontrolliert werden könnten.

Evelyn ter Vehn

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