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Lokales Hunderte Teilnehmer beim Leipziger Slutwalk – weitere Veranstaltungen sollen folgen
Leipzig Lokales Hunderte Teilnehmer beim Leipziger Slutwalk – weitere Veranstaltungen sollen folgen
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17:23 15.10.2011
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Der so genannte „Slutwalk“ führte von Connewitz zur Südvorstadt, durch die Leipziger City bis hin zum Hauptbahnhof. Mit zahlreichen Transparenten wandten sich die Teilnehmer gegen Behauptungen, das bestimmte Kleidung oder ein bestimmtes Verhalten sexuelle Gewalt provozieren könne. Darüber hinaus kritisierten sie auch die homophobe Diskriminierung von Lesben und Schwulen.

„Mit dem Zuspruch und dem Verlauf der Demo sind wir sehr zufrieden. Alles hat super geklappt“, erklärte Corinna-Marie Wolff stellvertretend für das Organisationsteam gegenüber LVZ-Online. Nach dem Start des Slutwalks gegen 13 Uhr am Connewitzer Kreuz zogen die Teilnehmer zum Burgplatz, wo eine Zwischenkundgebung abgehalten wurde. Unter anderem waren hier auch Reden über schwulenfeindliche Auswüchse im Fußball sowie die Misshandlung von Häftlingen im Konzentrationslager Uckermark zu hören.

Leipzig. Etwa 400 Menschen haben am Samstag in Leipzig für sexuelle Selbstbestimmung und gegen die Verharmlosung sexueller Gewalt demonstriert. Mit zahlreichen Transparenten wandten sich die Teilnehmer des so genannten Slutwalks gegen Behauptungen, das bestimmte Kleidung oder ein bestimmtes Verhalten sexuelle Gewalt provozieren könne.

Danach ging es weiter durch die Innenstadt in Richtung des Willy-Brandt-Platzes am Leipziger Hauptbahnhof, wo die Demonstration ein Ende fand. Wie Sprecherin Wolff sagte, wollen die Organisatoren allerdings auch nach dieser Veranstaltung weiter aktiv bleiben und den Kontakt zu anderen Gruppen, wie etwa zum jährlich stattfindenden Leipziger Ladyfest, suchen.

Schon seit Anfang dieses Jahres haben überall auf der Welt ähnliche Slutwalks stattgefunden. Auslöser des globalen Protests war eine öffentliche Erklärung eines Polizeibeamten im kanadischen Toronto, der Frauen empfahl, sich „nicht wie Schlampen anzuziehen, um nicht Opfer“ sexueller Gewalt zu werden. Wenige Tage nach diesen Äußerungen forderten 3000 Menschen in der kanadischen Metropole auf dem ersten Slutwalk mehr Respekt und Gerechtigkeit für Betroffene von sexueller Gewalt.

Nachdem das Anliegen und die Form der Demonstration über Kanada hinaus in die USA, nach Südamerika und in die meisten europäischen Metropolen getragen wurden, fanden am 13. August 2011 auch in Berlin, München, Frankfurt am Main, Stuttgart, Hamburg und im Ruhrgebiet solche Demonstrationen statt.

Internet: www.slutwalk-leipzig.info , www.facebook.com/SlutWalkLeipzig

Matthias Puppe

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