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Lokales Hunderte demonstrieren bei Maikundgebung des DGB in Leipzig – Forderung nach fairen Löhnen
Leipzig Lokales Hunderte demonstrieren bei Maikundgebung des DGB in Leipzig – Forderung nach fairen Löhnen
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15:07 01.05.2013
Mehrere hundert Menschen beteiligten sich am Mittwochvormittag an der Maikundgebung des DGB in Leipzig. Der Demonstrationszug führte über die Karl-Liebknecht-Straße zum Markt. Quelle: André Kempner
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Leipzig

In Leipzig beteiligten sich am Vormittag mehrere hundert Menschen an einem Demonstrationszug vom Volkshaus über die Karl-Liebknecht-Straße in die Innenstadt. Die Polizei sprach von insgesamt bis zu 500 Teilnehmern.

Auf dem Marktplatz startete um 11 Uhr die zentrale Kundgebung unter dem Motto "Gute Arbeit. Sichere Rente. Soziales Europa." Redner waren unter anderem Bernd Günther, Vorsitzender des DGB-Stadtverbands, und Elke Hannack, stellvertretende DGB-Vorsitzende. Sie machten sich für faire Löhne und gegen Altersarmut sowie soziale Ungerechtiglkeit stark. Auf der Bühne spielte die Band Saxnrock.

Unter den Beteiligten waren auch zahlreiche Mitarbeiter des von der Schließung bedrohten Siemens-Schaltanlagenwerks in Böhlitz-Ehrenberg. Mit Transparenten forderten sie den Erhalt ihrer Arbeitsplätze. Insgesamt sind in Leipzig rund 325 Jobs bedroht. Die Kundgebung ging laut Polizei um 13 Uhr friedlich zu Ende.

Trittin macht Wahlkampf in Dresden

Insgesamt demonstrierten bei den Maikundgebungen in Sachen rund 16.000 Menschen. Die DGB-Landesvorsitzende Iris Kloppich forderte in Chemnitz einen grundlegenden Wechsel in der Wirtschaftspolitik von Bund und Freistaat. „Wir wollen eine neue Ordnung der Arbeit, ein einheitlicher gesetzlicher Mindestlohn ist für uns Grundbedingung.“ Es brauche eine gesellschaftliche Verantwortung für Beschäftigung und Wachstum sowie Impulse für mehr Nachfrage.

Grünen-Spitzenkandidat Jürgen Trittin nutzte seinen Auftritt am Tag der Arbeit in Dresden für Wahlkampf und kritisierte in einem thematischen Rundumschlag die Bundesregierung.

Haseloff in Madgeburg mit Buh-Rufen empfangen

Bei der Maikundgebung in Madgeburg wurde Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) mit Buh-Rufen empfangen. Seine Rede auf dem gut gefüllten Alten Markt wurde am Vormittag vor allem von jungen Erwachsenen mit Trillerpfeifen und Sirenengeheul begleitet.

Sie protestierten gegen die vom Land geplanten Mittelkürzungen für Hochschulen und Universitäten. Im Jahr 2025 sollen sie rund 50 Millionen Euro weniger erhalten als bisher. „Wie man hören kann, ist der 1. Mai auch ein Kampftag“, sagte Haseloff.

Rund 425.000 Menschen demonstrieren bundesweit

Bundesweit beteiligten sich am Tag der Arbeit nach Gewerkschaftsangaben rund 425.000 Menschen an mehr als 400 Demonstrationen und Kundgebungen. Dies seien etwas mehr als im Vorjahr, hieß es. „Die große Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sendet in das Wahljahr 2013 ein deutliches Signal: An den Themen der Gewerkschaften, an den Anliegen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer kommt keiner vorbei“, erklärte der DGB-Vorsitzende Michael Sommer in Berlin.

nöß/dpa

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