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Lokales Hunderte demonstrieren in der City gegen Entmietung und Homophobie
Leipzig Lokales Hunderte demonstrieren in der City gegen Entmietung und Homophobie
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16:47 22.05.2016
Teilnehmer der Demonstrationen IDAHIT gegen Homophobie (l.) und gegen Entmietungen (r.) Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Rund 250 bis 300 Menschen haben am Samstagnachmittag in der Leipziger Innenstadt gegen sogenannte Entmietungen protestiert. Anlass war der Fall von Mietern im Haus Jahnallee 14. Dort klagen die Bewohner seit einem dreiviertel Jahr über eine neue Vermietungsfirma, die das Haus auf Luxus-Niveau sanieren will und dafür die bisherigen Mieter zum Auszug drängt.

Mehrere hundert Menschen haben am Samstagnachmittag gegen die Praxis einiger Vermieter demonstriert, ihre Mieter durch brutale Mehtoden zum Auszug zu drängen um Häuser nach einer Sanierung teurer neu vermieten zu können.

Bei der Demonstration durch das Stadtzentrum seien die Teilnehmer der Kundgebung überwiegend auf positive Reaktionen bei den Passanten gestoßen, sagte Rechtsanwalt Jürgen Kasek gegenüber LVZ.de, der einige der Mieter in der Jahnallee im Prozess gegen der Vermieter vertreten hat. Die Betroffenheit von solchen Problemen nehme spürbar zu. „Wenn die Bevölkerungsprognose für 2020 tatsächlich eintritt und dann über 600.000 Einwohner in Leipzig leben, dann wird es kaum noch Leerstand geben. Die Dynamik auf dem Immobilienmarkt wird sich dadurch für Mieter in den kommenden Jahren deutlich verschlechtern“, so der Jurist und Grünen-Politiker.

Nach Abschluss der Kundgebung luden die betroffenen Bewohner am Abend im Innenhof der Jahnallee 14 zu einer Podiumsdiskussion ein, an der neben Kasek auch der Stadtentwicklungsforscher Dieter Rink vom Leipziger Umweltforschungszentrum (UFZ) teilnahm.

Anlässlich des internationalen Tages gegen Homophobie in der vergangenen Woche kamen über 100 Teilnehmer zu einer Demonstration des Studentenrats der Uni Leipzig für die Rechte von Schwulen, Lebsen, Trans- und Intersexuellen.

Ebenfalls am Samstagnachmittag fand vom Augustusplatz ausgehend eine Demonstration anlässlich des internationalen Tages gegen Homophobie am vergangenen Dienstag statt. Dem Aufruf des Referats für Gleichstellung und Lebensweisenpolitik des Studentenrats der Universität Leipzig folgten nach Einschätzung von Beobachtern über 250 Teilnehmer. Mit dem Umzug wollten Veranstalter und Teilnehmer aus bestehende Ungleichbehandlung und Verfolgung von Lesben, Schwulen, Trans- und Intersexuellen aufmerksam machen.

chg

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