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Lokales Hunderte demonstrieren mit Konstantin Wecker in Leipzig für Frieden in der Ukraine
Leipzig Lokales Hunderte demonstrieren mit Konstantin Wecker in Leipzig für Frieden in der Ukraine
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22:23 30.05.2014
Liedermacher Konstantin Wecker spielte am Freitag bei der Friedensdemo auf dem Nikolaikirchhof. Quelle: André Kempner
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Manche, wie Elke Hunger, waren sogar von auswärts gekommen. "Gar nicht mal so sehr wegen Konstantin Wecker", dessen Liedtexte sie eigentlich mag und der die gestrige Friedens-Demo künstlerisch bereicherte. "Ich verfolge die Konflikte in der Ukraine im Fernsehen, verstehe nicht, warum da einerseits auf Russland eingehackt wird und unsere Regierung es andererseits so hinnimmt, dass die rechtsradikalen, nationalistischen Svoboda-Leute jetzt mit in der ukrainischen Regierung sitzen", so die Otterwischerin, Jahrgang 1948, regelrecht empört.

Ehe Wecker und Leipziger Künstler wie Meigl Hoffmann und André Bautzmann auf ihre Weise Nachdenkenswertes zum Thema beisteuerten, trafen etliche Redner wortgewaltig die Gefühlslage ihrer Zuhörerschaft. "Schluss mit dem Säbelrasseln im Westen! Bundesregierung, EU und Nato schüren mit ihrer einseitigen und kritiklosen Unterstützung einer nicht legitimierten Übergangsregierung unter Einbeziehung nationaler und faschistischer Kräfte den Konflikt", meinte etwa Torsten Schleip als Bundessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft/Vereinigte Kriegsdienstgegner.

Leipzig. Wieviel Menschen mögen auf den Nikolaikirchhof passen? Hunderte unterschiedlichster Gesinnung jedenfalls hatten ihn gestern ziemlich gefüllt: Aus Sorge um den Frieden, insbesondere mit Blick auf die Geschehnisse in der Ukraine, waren sie der Einladung des Vereins Friedenszentrum Leipzig gefolgt, der diese "Manifestation gegen Krieg" mit Gewerksschaft und Bund der Antifaschisten organisiert hatte.

"Schickt die Panzer in die Garage, verschrottet die Kalaschnikow!", so der Appell von Gewerkschaftschef Bernd Günther - gen Berlin wie den Osten.  Liedermacher und Bundestagsabgeordneter Dieter Dehm (Linke) watschte die "großen Medien" ab: "Wir kriegen von da die Wahrheit früh nicht auf den Frühstückstisch!" Statt dessen empfahl er etwa die ZDF-Heute-Show.

Und Landtagsabgeordneter Volker Külow (Linke) schließlich geißelte (unter einer Beifallswelle auf dem Nikolaikirchhof) die Klitschko-Einladung von Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) zum Jahrestag der Friedlichen Revolution am 9. Oktober nach Leipzig. Klitschko sei eher eine "deutsche Marionette, hergestellt in der Werkstatt der Konrad-Adenauer-Stiftung",  so Külow. Angelika Raulien

Angelika Raulien

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