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Lokales Ideen für Leipziger Schlobachshof werden jetzt geprüft
Leipzig Lokales Ideen für Leipziger Schlobachshof werden jetzt geprüft
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00:18 28.06.2017
Die historischen Häuser auf Schlobachshof genießen Denkmalschutz.   Quelle: Foto: André Kempner
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Leipzig

 Die Stadt Leipzig hat ein Freiraum- und Landschaftsplanungsbüro beauftragt, Konzepte für den Schlobachshof zu erarbeiten. Das geht aus einer aktuellen Antwort des Umweltdezernates auf eine Anfrage der Grünen hervor. Das Büro solle die Gebäudesubstanz begutachten lassen, Kosten für Abrisse und die Sanierung der denkmalgeschützten Bauten kalkulieren, auch Varianten des Hochwasserschutzes untersuchen. Um den Blick möglichst weit zu fassen, solle das Büro dabei unterschiedliche Entwicklungsideen aus der Öffentlichkeit sowie aus verschiedenen Ämtern aufnehmen und prüfen.

Innerhalb des Umweltdezernates habe das Amt für Stadtgrün und Gewässer die Federführung beim Schlobachshof übernommen, heißt es weiter in der Auskunft. Voraussichtlich bis Ende 2017 könnten die Ergebnisse des Büros vorliegen. Dann wolle sich die Verwaltung auf einen Vorschlag an den Stadtrat einigen, gleichwohl auch mögliche Alternativen aufzeigen. Noch sei unklar, ob und wie weit das 14 Hektar große Areal im nördlichen Auenwald in Zukunft wieder öffentlich zugänglich gemacht wird. Das hänge von dem Konzept ab, welches letztlich den Vorzug erhält. Gebäude, bei denen die jetzt laufende Bestandsaufnahme „eine Empfehlung zum sofortigen Abriss ergibt, werden kurzfristig für die Zuordnung als externe Kompensationsmaßnahme vorbereitet“, schreibt das Umweltdezernat.

Wie es mit den seit Jahren auf dem Hof lebenden Mietern und sonstigen Nutzern weitergeht, sei ebenfalls noch offen. Dazu laufe ein Prozess der „rechtlichen und faktischen Klärung“, wobei umweltrechtliche und bauordnungsrechtliche Belange berücksichtigt würden.

Die Unternehmer-Dynastie Schlobach hatte 1913 einen Wald von der Gemeinde Rückmarsdorf gekauft, dort eine Geflügelzucht aufgebaut. Nach der Wende machte eine Familie aus Baden-Württemberg daraus einen beliebten Reiterhof, der nach zwei Hochwasserüberschwemmungen aber schließen musste. Im Herbst 2016 ersteigerte die Stadt Leipzig den Hof zum Verkehrswert von gut einer Million Euro.

Von Jens Rometsch

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